Sonntag, 7. Februar 2016

Alles richtig gemacht!!!


Es versetzt einen doch regelrecht in Hochstimmung, wenn man feststellt, dass man im Leben hier und da doch ein paar richtige Entscheidungen getroffen hat. 
Gestern stand ich mit meiner Schwester und Kea in Köpenick am Müggelsee und dachte: "Alles richtig gemacht!" Die Entscheidung nach Berlin zu ziehen fiel vor ca. drei Jahren. Ich wollte damals einen Neuanfang, mein Mann und ich wünschten uns immer ein Leben in einer Großstadt und meine Eltern hatten kurz zuvor beschlossen, ihre zweite Lebenshälfte in Berlin zu verbringen. Und da ich gerade Kea erwartete, lag es nahe, ebenfalls nach Berlin zu ziehen. Die Entscheidung fiel nicht schwer. Ganz im Gegenteil. 
Damals wurde diese jedoch von einigen in Frage gestellt. Besonders die Worte einer fremden (!) Person sind mir besonders in Erinnerung geblieben. "Auch ihr werdet nicht lange in Berlin bleiben." Diese männliche Person holte unsere damalige Küche ab. Es entwickelte sich ein Gespräch und als das Wort Berlin erwähnt wurde, gab es für ihn kein Halten mehr. Er hatte wohl Freunde, die ihr Glück für ein paar Jahre in Berlin gesucht hatten und irgendwann frustriert zurückgezogen sind. Er beschrieb in allen Einzelheiten, wie teuer, dreckig und schrecklich Berlin sei. Unmöglich dort zu leben. Damals fand ich das Verhalten der Person sehr unhöflich. Quatsch! Ich finde das Verhalten nach wie vor unerhört. Man macht doch keiner Person, die schon ihre Koffer gepackt hat, die gewählte Stadt madig. Selbst wenn man eine begründete Meinung dazu hat. Dann schluckt man es eben runter. 
Heute würde ich dieser Person am liebsten folgendes ins Gesicht schmeißen: "Ich liebe Berlin! Wir sind hier glücklich und denken nicht ansatzweise an einen Rückzug! Nein, ich kann mir sogar vorstellen, hier alt zu werden!"
Ich hab mich in Berlin verliebt. Ich liebe diese Stadt mit den Gegensätzen wie zum Beispiel Kreuzberg - Köpenick. Jeder Kiez hat seinen eigenen Charme, seine eigene Schönheit - und dennoch gibt es kaum krassere Gegensätze. In Kreuzberg pulsiert das Leben: Es ist hektisch, laut, die Lichter gehen niemals aus und ist VOLL von jungen Leuten, die versuchen, jeden einzelnen Tropfen Spaß aus dem Lappen Leben rauszuholen. In Kreuzberg fühlt man sich direkt am Puls des Lebens - als läge Kreuzberg direkt an der Aorta. Es fordert heraus, inspiriert aber auch. Köpenick hingegen ist ruhig und idyllisch. Alles läuft langsamer - ganz genauso wie die vielen Senioren, die hier viel häufiger anzutreffen sind. In Köpenick wird entschleunigt - ganz besonders am Müggelsee. Dort lässt man die Seele baumeln. 
Meine Schwester hat das große Vorrecht, den direkt um die Ecke zu haben. 
Nach einem Frühstück mit ganz viel Kaffee (ich hatte die Nacht mit Kea bei ihr verbracht), schnappten wir uns Kea, spazierten durch den Wald, sogen die wunderbar milde und zart nach Frühling duftende Luft ganz tief in unsere Lungen und landeten am Müggelsee. Stille! Hier und dort ein paar verirrte Spaziergänger. Sonst war nur das leise und konstante Plätschern des Wassers zu hören. Herrlich!




Kea warf kleine Steinchen ins Wasser und war glücklich! Wir auch! Wir genossen diesen ganz besonders schönen und ruhigen Moment - und den Ausblick auf einen wunderschönen Sommer am Müggelsee. Dann geht es hier alles andere als ruhig her! Doch dieser besondere Moment gehörte UNS! Und machte mir noch einmal mehr bewusst: "Alles richtig gemacht! Hier gehöre ich hin!"


Einen schönen Start in die Woche wünscht 

Elly
xxx


Freitag, 5. Februar 2016

Quinoa-Tabouleh || Mädelsabend

Ich bin neulich beim Aufräumen über ein Rezept gestolpert, dass ich aus einer Zeitschrift rausgerissen hatte und unbedingt mal nachkochen wollte.
Gestern habe ich es endlich in die Tat umgesetzt. Es ist einfach und schnell gemacht, sehr gesund und mega lecker. Sogar Kea hat es gern gegessen - ja, auch mit den Frühlingszwiebeln.

Rezept Quinoa-Tabouleh

Zutaten:
150 g Quinoa
2 Knoblauchzehen
5 EL Olivenöl
500 ml Gemüsebrühe
1 Gurke
250 g Kirschtomaten
3 Frühlingszwiebeln
je 1 Bund glatte Petersilie und Minze
Saft von 1 Zitrone
Salz, Pfeffer



  • Quinoa in ein Sieb geben und unter fließendem Wasser so lange spülen, bis das Wasser klar ist. 
  • Knoblauch schälen und fein hacken. In einem EL Olivenöl andünsten. Mit Gemüsebrühe aufgießen, Quinoa dazugeben, 15 bis 20 Minuten zugedeckt köcheln, auskühlen lassen.
  • Gurke waschen und klein würfeln, Tomaten abbrausen und vierteln, Frühlingszwiebeln waschen und in feine Ringe schneiden. Alles in eine Schüssel geben, Quinoa dazugeben. 
  • Petersilie und Minze abbrausen, abzupfen, grob hacken und dazugeben.
  • Zitronensaft, restliches Olivenöl, Salz und Pfeffer verrühren, über die Zutaten gießen und mischen. 
Das Rezept reicht für ca. 4 Personen und wird pro Portion mit 365 Kalorien berechnet. 



Mein Wochenende startet heute Abend richtig gut: Mädelsabend mit meinen Schwestern und Mama. Und Kea. Mein Mann hat Nachtschicht und so hat sie das große Privileg mit dabei sein zu dürfen. Und weil ich so froh bin, dass es diese drei tolle Frauen in meinem Leben gibt, habe ich für sie eine kleine Aufmerksamkeit vorbereitet. Eine Papiertüte gefüllt mit einer persönlich gestalteten Botschaft für jeden Tag der kommenden Woche. Das alles wurde hübsch verpackt. Fertig!!




Naja, ganz so schnell ging das dann doch nicht und ja, ich weiß, diese Zeit hat man/frau auch nur, wenn man zu Hause ist und nicht arbeitet. Ja, ganz bestimmt. Dafür stand bei mir gestern der Haushalt hintenan. Und mein Schreibtisch sieht dann ehrlicherweise so aus:


Aber das nehme ich gern in Kauf. Ich finde Ermutigung und kleine Aufmerksamkeiten sehr wichtig. Mir persönlich sind sie sehr wichtig, denn sie machen den Alltag erträglicher und lassen einen wissen, dass es jemanden gibt, der an einen denkt. Nicht jeder hat diese Sprache der Liebe. Nein. Trotzdem freut sich jeder über kleine überraschende Aufmerksamkeiten. 
Vielleicht gibt es jemanden in eurem Umfeld, der gerade auch sehr gut eine kleine Aufmerksamkeit gebrauchen könnte. Es muss ja nicht gleich so aufwendig sein. Eine kleine Karte oder auch nur eine liebe Nachricht per Whatsapp lässt eine Person wieder strahlen. 

In diesem Sinne euch allen ein wunderschönes Wochenende mit vielen positiven Überraschungen.

Elly
xxx

Montag, 1. Februar 2016

Wochenendskonfetti

Am Donnerstag schrieb ich Folgendes:
Gestern hab ich mir Notizen für einen neuen Post gemacht. Thema: Wie ich den Alltag mit Kea immer mehr genieße und mir nicht vorstellen kann, sie irgendwann in die Kita zu geben.
Heute: Alltag genießen? Mit Kea??? Ha, auf welchem Trip war ich denn bitteschön!

Wir haben drei Nächte hinter uns, in denen Kea für längere Zeit wach war - sprich zwei Stunden, in denen sie sich von A nach B wälzte und keine Ruhe und schon gar nicht den Schlaf fand. Doch in der letzten Nacht hat sie es wirklich auf die Spitze getrieben: drei Stunden war sie wach!!!!!! Dabei hatte sie gestern nur eineinhalb Stunden Mittagsschlaf und ist gestern Abend erst um 22 Uhr ins Bett. Nur um dann um drei Uhr nachts wieder in unserem Bett zu landen und uns drei Stunden wach zu halten.
Irgendwann um sechs Uhr morgen gingen dann doch ihre kleinen Äuglein zu.
Ich bin genervt, frustriert, wütend und MÜDE! Kopfschmerzen. Ibu, Kaffee!!! Das kann doch echt nicht wahr sein.


Und trotzdem möchte ich darüber schreiben, wie glücklich ich mit Kea bin. Nein, nicht in diesem Moment!! Doch diese Negativität, die hier gerade herrscht, möchte ich nicht. Ich möchte dankbar sein für jeden einzelnen Tag mit Kea. Für jede Stunde, jede Minute und auch jede schlaflose Nacht.


Nein, Kea ist nicht der geborene Sonnenschein. Sie verbreitet nicht ständig gute Laune und strahlt nicht pure Lebensfreude aus, wie es vielleicht andere Kinder tun. Sie ist anders. Sie ist eine unglaublich gute Beobachterin, sie verinnerlicht und begreift schnell und hat ihren ganz eigenen Willen. Kuscheln ist nur dann möglich, wenn sie es möchte. Sie liebt es, wenn wir ihr Bücher vorlesen. Sie sitzt dann ganz ruhig neben uns (auf dem Schoß wäre eine Einschränkung ihrer Freiheit!) und hört lange Zeit konzentriert zu. Sie mag keine Action und kein Toben. Aber sie liebt es mit Knete zu spielen, sie liebt das alte Puppenhaus meiner Schwester, das bei meinen Eltern steht. Sie liebt diese vielen besonderen Kleinigkeiten - kleine Puppenschränke, deren Türen und Schubladen sich öffnen lassen, kleine Puppen, die man auf Sofa oder Toilette setzen kann. Unglaublich spannend.
Sie mag sich nicht die Hände schmutzig zu machen, liebt es jedoch die kleinen Steine von der Straße zu sammeln. Damit könnte sie sich stundenlang beschäftigen, wodurch die Spaziergänge manchmal sehr herausfordernd sind.

(...) Weiter bin ich nicht gekommen. Ich habe es nicht geschafft, den Post fertigzustellen.
Wir haben eine anstrengende und ereignisreiche Woche hinter uns. Vier von drei Nächten waren katastrophal. Und trotzdem haben wir am Wochenende meine Nichten (9 und 7 Jahre alt) zu uns geholt.

Bevor mein Mann die beiden am Freitag Abend abholte, machten wir mit Kea einen Ausflug ins SeaLife - müde, aber glücklich und völlig fasziniert von Gottes unglaublich kreativer Schöpfung. Kea hat es sehr genossen. Wir auch.


Am Wochenende haben wir es uns so richtig gemütlich gemacht. Das Wetter war eine Katastrophe, aber das hat uns nicht weiter gestört. Morgens wurde schon anders als üblich gestartet: Schaumküsse aufs Brötchen. Klassiker. Lecker! Könnte ich jeden Morgen zu meinem Kaffee haben.


Kea war total begeistert, ihre Cousinen ganz für sich und den kompletten Tag um sich zu haben. Der Favorit dieses Wochenendes: Knete. Eine sehr dankbare Beschäftigung. Einfach dazusetzen, hier und da helfen und die Kinder beim Kreativsein beobachten. Tolle Werke sind entstanden.




Zwischendurch wurde genascht, gekuschelt, gelesen und gegessen. Absolutes Highlight war jedoch das gemeinsame Baden der drei am Samstagabend. Da ging es so richtig bunt her. Es wurde gespielt, geplantscht, rumgealbert und "Plötsinn" gemacht, wie Kea es immer treffend formuliert.

Mein persönliches Highlight kam am Sonntag Nachmittag. Ich hatte FREI. Lecker Waffelessen im "kaufdichglücklich" mit Steffi, ein kurzer Ausflug über den Trödel des Mauerparks gefolgt von einer heißen Suppe beim Asiaten, um sich aufzuwärmen. Gut, dass wir das gemacht haben. Danach standen wir eine Stunde lang draußen vor der Berlinischen Galerie an. Die Stadt Berlin hat sich bei ihren Bürgern für das Engagement bei der Flüchtlingsthematik bedankt und viele Museen und öffentliche Einrichtungen boten für gewisse Zeiten kostenlosen Eintritt. Man braucht nicht viel Fantasie, um sich auszumalen, welche Massen sich diese Chance nicht entgehen lassen wollten. Folge der Kälte: eine Sehnenscheidentzündung im rechten Handgelenk. Schön war es trotzdem.







Elly
xxx

Donnerstag, 21. Januar 2016

Zart wie ein Schneekristall

So, die Weihnachtsdeko hat ihren Platz zurück in die Kisten gefunden. Neues muss her. Frühling liegt noch in weiter Zukunft, draußen ist es weiß. Naja, mittlerweile matschgrau. Aber die Temperaturen lassen keine Zweifel: Wir stecken im tiefsten Winter. Also muss Winterdeko her.
Heute habe ich mir unsere Essecke vorgeknöpft und hier und da ein paar winterliche Akzente gesetzt.


Unsere Lampe über unserem Esstisch eignet sich hervorragend zum Dekorieren. Wir haben sie vor ungefähr einem Jahr umgebaut. Aus einer 08/15-Lampe wurde eine kleine individuelle Besonderheit. Das ursprüngliche Gestell haben wir durch ein Stück Treibholz von der Nordsee ersetzt.

Ich wollte etwas Zartes, Sanftes - so wie der Schnee, der sanft vom Himmel fällt mit jedem einzelnen zarten Schneekristall. Federn fand ich da passend. Zudem habe ich ein Wintergedicht von Ida Bohatta (1900-1992) auf dünnes Papier abgeschrieben, das mir so gefällt. Es ist nostalgisch, rührend und voller Wahrheit. 

"Es deckt der Herr zur Wintersruh
so liebevoll die Blümlein zu
mit seinen eignen Händen.
Dass soll dir stets ein Zeichen sein, 
dass Gottes Lieb dich nie verlässt,
sie schließt sogar die Blümlein ein, 
denn sie kann niemals enden."


Die Begriffe "Confidence, Laugh, Passion, Courage, Steps" habe ich auf einzelne dünne Streifen geschrieben und dazwischen gehängt. Begriffe, die mich gerade ermutigen und stärken sollen. 



Das Sammelband von Ida Bohatta habe ich vor vielen, vielen Jahren gekauft. Damals haben mich die Bilder so angesprochen. Und sie haben es letztens wieder getan. Ich bin völlig fasziniert von diesen wunderschönen Bildern. Sie wecken Kindheitserinnerungen. Zwei von den schönsten habe ich kopiert und vorsichtig in unsere kleinen Regale (ehemalige Mandarinenkisten) geklebt.




So und nun hoffe ich, dass Kea keine Windpocken hat. Ich habe bei ihr heute Abend beim Baden verdächtige kleine Pickelchen am Körper entdeckt. Morgen soll der Arzt uns Gewissheit verschaffen ... oh man. 

Winterliche Grüße, 
Elly




Montag, 18. Januar 2016

January Mood


JANUAR - nicht mein Monat. Grau (zumindest meistens), dunkel und langweilig. Der Frühling noch in weiter Ferne, die schöne Advents- und Weihnachtsstimmung vorbei.
Der Januar ist meistens gefüllt mit Erkältungen und anderen Wehwehchen, Erschöpfung vom vielen Feiertags- und Partystress einhergehend mit einer miesen Laune. Die Werbesinhalte zwingen einen nahezu jetzt doch endlich mit einer Diät gepaart mit einem Fitnessprogramm zu starten, doch man selbst möchte es sich am liebsten mit einem guten Buch auf der Couch gemütlich machen - dazu eine heiße Tasse Kakao und einer Wärmflasche an den Füßen. Abtauchen in andere Welten - nur nicht die eigene Realität sehen. Für einige mag der Januar der Monat des neuen Durchstartens sein. Das gilt für mich definitiv nicht!!!

Zu Anfang des Monats meinte ich noch zu meiner Freundin: "Ich möchte den Januar einfach nur schnell hinter mich bringen. Einfach das Beste daraus machen." Und je mehr ich mein Vorhaben umsetzte, umso mehr begann ich diesen Monat zu mögen. Ich nahm den Druck aus meinem Januar und begann ihn lieb zu gewinnen.
Ich stelle fest: Wenn ich entspannt in den Tag starte, ohne eine Liste mit diversen Aufgaben (und sei sie nur mental) erledigen zu müssen und versuche, einfach das Beste aus jeder Situation zu machen, kann ich meinen Alltag vielmehr genießen. Klingt irgendwie logisch, gelingt mir aber meistens nicht.
Letzte Woche hat mich eine Erkältung so ziemlich lahm gelegt. Zum Glück hatte mein Mann nach mehreren Nachtschichten ein paar Tage frei. Also haben wir uns spontan in die Bibliothek aufgemacht und neue Bücher ausgeliehen  - neue Kinder- und Bilderbücher für Kea und ganz viel inspirierenden Lesestoff für mich. Ich dachte: Wenn ich schon mehr Zeit auf dem Sofa verbringen muss, dann bitte mit einem guten Buch. Durch die Erkältung hatte ich die Muße, auch mal am Tag in ein Buch zu versinken - ganz ohne schlechtes Gewissen. Kea hatte ihren Papa und war völlig zufrieden. Es war großartig.
Ich merke: Wenn ich den Druck, immer etwas leisten oder schaffen zu müssen, aus meinen Alltag nehme, bin ich offener für Neues und Unvorhergesehenes. Man bewahrt sich dadurch einen offenen Blick und kann auch mal ganz andere Möglichkeiten in Betracht ziehen. Und letztendlich habe ich in diesem Monat schon mehr geschafft, als es sonst häufig der Fall war.
Das mag für viele keine neue Erkenntnis sein. Ich habe auch immer wieder davon gelesen. Doch bis jetzt hab ich es nur selten geschafft, mir selbst keinen Druck zu machen. Und es funktioniert auch nicht immer. Aber in Zukunft vielleicht ja immer mehr?!?

Passenderweise hab ich heute Instagram (ich hatte diesen Post schon fast fertig geschrieben) folgendes Zitat gelesen:
"The happiest people don't have the best of everything, they just make the best of everything."
YES, let's rock it.







Und wie steht ihr so zu dem Januar?

Winterliche Grüße aus Berlin,

Elly
xxx

Freitag, 8. Januar 2016

Orientierunslos und ein heißer Link


Beim heutigen Spaziergang mit Kea sah ich diese Tanne am Wegesrand. Welch passendes Bild für meinen derzeitigen Gemütszustand, dachte ich sofort. Kaputt, aufgebraucht, abgestellt ...
Nein, ganz so schlimm wie dieser Tanne geht es mir nun wirklich nicht. Ich befinde mich in keinem mentalen Loch ... zum Glück nicht. Aber zufrieden wäre auch zu hoch definiert. Ich komme nicht zur Ruhe. Kann mich nicht konzentrieren, bin antriebslos, orientierungslos und lebe stumpf meinen Alltag. Habe tausend Ideen und Gedanken und schaffe es nicht, auch nur einen einzelnen zu fokussieren. Ich möchte so vieles und irgendwie doch nicht. Suche Inspiration und bin übersättigt, stelle zu viele Fragen, finde keine Antworten ... Kann mir einer von euch folgen? Aaaah!!! 
Ich beginne Tätigkeiten, die ich dann unfertig liegen lasse. Es nervt mich und trotz allem bringe ich nicht die Motivation auf mein Verhalten zu ändern. 

Das Jahr 2016 und ich haben uns noch nicht anfreunden können. Dabei freue ich mich darauf. Wirklich! Vielleicht fehlt ja mir doch eine Liste, die mir ein wenig Orientierung gibt? Als ich gestern den letzten Post meiner Freundin Rebekka gelesen habe (hier zu lesen), kam in mir der Gedanke auf, dass ich vielleicht doch eine bräuchte. Eine Liste, die mir eventuell doch die Orientierung bietet, nach der ich suche. Doch dann habe ich wieder folgendes Problem: Ich kann keinen klaren Gedanken fassen. Grrr!

Und so schippere ich durch trübes Wasser ...

Vielleicht liegt der Grund auch darin, dass wir mit Kea gerade keinen richtigen Rhythmus haben. Es findet (mal) wieder eine Umbruchphase statt: Schläft sie mittags zu lange, geht sie abends zu spät ins Bett. Verbringt sie den Tag ohne Mittagsschlaf, ist sie nörgelig und schläft zu früh ein. Nur ein wenig Mittagsschlaf ist auch keine Lösung: Sie schläft am nächsten Morgen zu lange und braucht somit am nächsten Tag wieder keinen Mittagsschlaf oder sie hält ihn viel zu spät, wodurch sie abends wieder zu spät ins Bett geht. Klingt kompliziert? Ist es auch! Und anstrengend. Und frustrierend. Wir müssen nach neuen Lösungen suchen. 

Und da wären wir wieder: Suchen, neu zurechtfinden ... ich befinde mich momentan irgendwo, aber definitiv nicht dort, wo ich sein möchte - mental gesehen. 
Kauderwelsch! Ich hab das Gefühl, ich schreib gerade nur kauderwelsch! Jep!

Okay, etwas Nützliches muss her. Ich habe heute im Blog "sinnenrausch" - den ich euch an dieser Stelle weiterempfehlen möchte - eine Auswahl an Kalendern gefunden, die man selbst ausdrucken kann. Das kam mir sehr gelegen, da ich für dieses Jahr noch keinen gekauft hatte. Es sind richtig schöne Exemplare dabei. Es lohnt sich also reinzuschauen (hier).
Ich habe mich ebenfalls für den Kalender von Sara Woodrow entschieden, da mich ihre Bilder am meisten angesprochen haben. Den Kalender habe ich auf dickeres Papier gedruckt und zwischen einen Hosenbügel von Ikea geklemmt. Übrigens eine gute Idee, um Bilder oder ähnliches aufzuhängen und schneller wechseln zu können. 


Somit verabschiede ich mich und suche weiter, mache es mir gemütlich und genieße den Januar, so gut es geht. 

Elly
xxx


Montag, 4. Januar 2016

Vorsätze du Monsieur Kästner

Was erwartet man von einem Post zum Anfang des neuen Jahres? Eine Liste mit guten Vorsätzen. Eine Liste mit Zielen, die es in dem neuen Jahr umzusetzen gilt. 
Wenn auch du mit dieser Absicht mein Blog durchstöberst, muss ich dich leider enttäuschen. Ich kann eine solche Liste nicht vorweisen. Der Herr Kästner ist schuld. Tut mir leid. Es trug sich folgendes zu: Je mehr das Jahr sich dem Ende näherte, desto öfter fragte ich mich: Welche Vorsätze möchte ich fürs nächste Jahr? Brauche ich Vorsätze? Möchte ich eine Liste mit Zielen und Plänen? 
Zwischen all den Gedichten zur Weihnachtszeit stieß ich in einem Buch auf das Gedicht von Erich Kästner: 

Man soll das Jahr nicht mit Programmen
beladen wie ein krankes Pferd. 
Wenn man es allzu sehr beschwert,
bricht es zu guter Letzt zusammen. 

Je üppiger die Pläne blühen, 
um so verzwickter wird die Tat.
Man nimmt sich vor, sich schrecklich zu bemühen,
und schließlich hat man den Salat.

Es nützt nicht viel, sich rotzuschämen.
Es nützt nichts, und es schadet bloß, 
sich tausend Dinge vorzunehmen. 
Lasst das Programm und bessert euch drauflos. 

(Erich Kästner)

Das Gedicht ist grandios! Ich liebe es! Es ist schlichtweg die Antwort auf die ganzen Fragen nach Zielen und guten Vorsätzen! "Lasst das Programm und bessert euch drauflos." Jep, das ist meine Antwort auf das neue Jahr 2016! DAS ist die perfekte Antwort auf die Frage nach meinen persönlichen Vorsätzen! Ich lasse die Programme getrost beiseite und versuche jeden Tag bessere Entscheidungen zu treffen! Klingt doch nach einem guten Plan, oder? ;) 
Ich war (und bin) von dem Gedicht so begeistert, dass ich kurzzeitig versucht war, dieses auf die Weihnachtskarten zu schreiben - statt eines klassischen Weihnachtsgedichts. Wer weiß, vielleicht tue ich dies in diesem Jahr!

Für alle, die damit nun gar nicht zufrieden sind, habe ich noch etwas. Ich habe eine Liste. Eine kleine Liste mit Ideen, die ich gerne dieses Jahr erleben möchte.
  • Einen Sommertag mit Kostja und Kea auf dem Tempelhofer Feld verbringen.
  • Mit Rebekka im Britzer Garten so oft wie möglich picknicken.
  • Ein Tattoo stechen lassen.
  • Öfter mal ein Buch lesen.
  • Mit Kea und Kostja ins Naturkunde-Museum.
  • Picknick im Schlosspark Sanssoucci.
  • Mit Kea das Sealife besuchen.
  • Eine tolle 30. Geburtstagsparty erleben. 
  • Öfter Gäste einladen.
Diese Liste erhebt nicht den Anspruch abgearbeitet zu werden. Sie dient als Anregung, als Ideenpool. Mehr nicht. Ich möchte dieses Jahr mit meiner kleinen Familie so gut wie möglich genießen. Kea wird so schnell groß! Und sie ist gerade so mega goldig! Seht doch selbst. 





An dieser Stelle nochmals vielen Dank an meinen Bruder Christian für diese wundervollen Fotos. 

Ich wünsche euch einen richtig guten Start ins neue Jahr!!!
Genießt es!

Elly
xxx