Dienstag, 12. April 2016

Hip Hip Hurra! Unser Mädchen ist zwei!!!

Unser Mädchen ist zwei geworden. Wow. Unglaublich!



Andersrum: Wenn ich sie momentan so beobachte, ist es schon vorstellbar. Sie hat - so wie bei allen Kindern üblich - nach der Krankheit einen gewaltigen Entwicklungsschub gemacht. Sie beginnt in ganzen Sätzen zu sprechen, sie beobachtet, hört aufmerksam zu, plappert und ahmt alles nach (Ja, Vorsicht ist geboten!!!) und hat ihre verlorenen Pfunde wieder drauf. Seit der Schnuller weg ist, ist der Appetit sehr viel größer.

Es gibt allerdings einen weiteren Entwicklungsschritt, der mir so gar nicht behagen möchte. Mit dem Fortbleiben des Schnullers hat sich auch der Mittagsschlaf verabschiedet. Hallo?!? Kea, du bist erst zwei. Nicht drei! Keine Chance, sie mittags zum Schlafen zu bewegen. Sie liegt eine halbe Stunde in ihrem Bettchen, erzählt, albert herum und irgendwann ruft sie: "Mama? Kea wach, ja?!?" Ne, ne, ne!!! Bitte nicht!
Ich habe mich mit dem Kommen des Frühlings so auf ein paar Stunden auf dem Balkon gefreut - mit einer heißen Tasse Kaffee, einem Buch, mit Schreibzeug oder auch einfach nur für ein kleines Nickerchen in der Sonne. Oh man! Diese Idee kann ich sowas von an den Nagel hängen. Unfassbar! Wie kann sie mir das antun? Ich will Keas Schnuller wieder zurück!!! Naja, nicht wirklich. Oder doch? Nein, ist okay. Wieder mal eine neue Phase, die beginnt. Allerdings wird es echt ein wenig dauern, bis ich mich daran gewöhnt habe.

Aber genug davon. Jetzt erstmal ein paar Fotos von unserem super süßen Geburtstagskind und einer tollen Geburtstagsparty mit vielen lieben Menschen.

Direkt an Keas Geburtstag haben wir es ganz ruhig angehen lassen:

Frühstück mit Donut und ihrem neuen Freund, dem Pinguin "Happy" (Es war Liebe auf den ersten Blick!), der sofort mit an den Tisch musste ...


toller Deko von Papa ... (ja, ich habe einen großartigen, kreativen und begabten Mann!) ...


auch ein bisschen Deko von Mama ... (Kea liebt Mond und Sterne)



Mittagessen bei McDonalds mit Keas erstem HappyMeal ... (Sie hat sich so gefreut!!!)


ganz vielen Seifenblasen mit Papa auf dem Balkon ...


und einem großartigen Abend mit Opa und Oma!!!



Und abends musste "Happy" unbedingt mit ins Bett!!! Da wurde einfach Platz geschaffen!





Am Samstag gab es dann eine tolle Geburtstagsparty mit dem Rest der Familie und Freunden! Und ganz vielen Leckereien!





Und Keas Geburtstagskuchen durfte natürlich auch nicht fehlen. Ich habe ihn mit Ballons verziert, da sie diese so sehr liebt. Übrigens sind diese wirklich schnell gemacht. Ihr braucht nur Draht in Form biegen, diese mit Flüssigkleber bestreichen und auf Stoffreste kleben. Kurz trocknen lassen, ausschneiden und schon sind wunderschöne Ballons fertig!


Aber jetzt ist die Luft erstmal draußen! Diese Woche läuft ganz chillig, bitte!!!

Liebe Grüße, 

Elly
xxx











Sonntag, 3. April 2016

Schnuller ade, Scheiden tut weh!

Wir haben es geschafft! Er ist weg! Er ist endlich weg! Kea hat nun keinen Schnuller mehr!
Immer wieder habe ich mich um das Abwöhnen gedrückt, hab diese undankbare Aufgabe vor mir hergeschoben. Doch nach dieser Krankheitsphase hatte ich endgültig die Schnauze voll! Seit ihrer Erkältung war der Schnuller nicht mehr aus Keas Mund zu kriegen. Wenn Kinder krank sind, lässt man so einiges durchgehen - Hauptsache sie sind ruhig und flennen nicht die ganze Zeit. Da lockert man schnell mal die eigenen Regeln. Mit weitreichenden Konsequenzen: Kea nuschelte immer mehr und aß immer weniger.


Als es am Ostermontag mit Kea wieder bergauf ging, merkte ich, wie schwer es war, den Schnuller auch nur für ein paar Stunden aus ihrem Mund zu bekommen. Weinen, rumzicken, schreien. Dabei hatten wir einige Wochen vor der Krankheit so hart dafür gekämpft, dass sie ihn nur noch zum Schlafen bekommt.
Montag Abend lag ich im Bett, völlig erschöpft vom Kampf um den Schnuller und wusste: Die nächsten Tage werden anstrengend. Verdammt anstrengend! Kea wieder daran zu gewöhnen, tagsüber auf den Schnuller zu verzichten. Nach jeder Krankheit fange ich diesbezüglich bei Null an. Das nervt und kostet sehr viel Nerven.
Warum ihn also nicht gleich ganz wegnehmen?, kam mir der Gedanke. Schließlich wird unsere Tochter in wenigen Tagen 2 Jahre alt. Mein Ziel war es eigentlich, sie bis dahin vom Schnuller entwöhnt zu haben. Und außerdem war ich durch die Krankheit sowieso an eine anstrengende Kea gewöhnt. Ein paar Tage mehr oder weniger würden da auch keinen großen Unterschied mehr machen.

Ich schlief mit dem festen Entschluss ein: Morgen kommt der Schnuller weg!!! Und hatte Angst! Panik!!! Ein schwerbeladenes Stoßgebet ging Richtung Himmel: Gott, schenk mir die Kraft und den Mut, das auch wirklich durchzuziehen. Und schenk mir Nerven aus Stahl!

Am nächsten Morgen habe ich meine Entscheidung tatsächlich durchgezogen. Wie immer wollte Kea ihren Schnuller beim Frühstück nicht hergeben. Also habe ich ihn mir kurzerhand geschnappt und ihn durchgeschnitten! Dann zeigte ich ihn Kea. Sie war ein wenig perplex, aber auch irgendwie fasziniert. Sie starrte ihn an, steckte ihn in den Mund, nahm ihn wieder raus um ihn erneut zu begutachten. Und dann schmiss sie ihn weg. Unglaublich. Ich war völlig von den Socken. So einfach???
Nein, ganz so einfach war es dann letztendlich doch nicht. Spätestens beim Mittagsschlaf gab es eine halbe Stunde Weinen, Zicken und Geschrei. Aber dann schlief sie ein. Das allererste Mal ohne Schnuller. Am Abend das gleiche nochmal. Die erste Nacht war auch anstrengend. Immer wieder eine wache und weinende Kea. Aber seitdem ist Ruhe.


Das Einschlafen dauert jetzt erstmal etwas länger und ist auch nur mit meiner Anwesenheit möglich. Und momentan ist sie nachts mindestens zwei Stunden wach. Ärgerlich. Da fehlt dann doch der Schnuller, um in den Schlafmodus zu kommen. Doch tagsüber habe ich eine glückliche und aufgeweckte Kea, die nicht mehr nach dem Schnuller fragt und wieder mehr isst!!


Wir haben erstmal das Schlimmste hinter uns!! Und ich stelle wieder einmal fest: Es tut so gut, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Und vor allem sie auch umzusetzen. Es befreit und schenkt Glücksgefühle. Auch wenn es zunächst viel Überwindung und Kraft kostet. Eine Aufgabe jedoch durchgezogen zu haben, ist einfach großartig und versetzt einen regelrecht in Hochstimmung. Ganz besonders im Hinblick darauf, dass wir diese leidliche Aufgabe ein für alle Mal abgehakt haben. Großartig.

Jetzt kann Keas zweiter Geburtstag kommen! In wenigen Tagen habe ich eine schnullerfreie zweijährige Tochter, die mich stolz und glücklich macht. Ich bin Gott so dankbar dafür, dass das Abwöhnen viel besser geklappt hat, als erwartet.

Naja, ein paar Nächte mit Durchschlafen bräuchte ich jetzt schon mal ganz dringend! Nach drei Wochen Kämpfen ist bei mir echt die Luft draußen!!! Aber es wird!!! Da bin ich mir sicher.

 

Ich wünsche euch allen einen schönen Start in die neue Woche!! 

Liebe Grüße, Elly
                  xxx

Montag, 28. März 2016

Frohe Ostern!

He is risen!!! 
Frohe Ostern, ihr Lieben!



Ja, ich lebe noch - obwohl ich in den letzten Wochen manchmal so meine Zweifel daran hatte. Hinter uns liegen zwei anstrengende Wochen mit einer heftigen Virusinfektion. Erst war ich eine Woche lang völlig ausgeschaltet und bewegte mich nur noch in der Horizontalen und kaum, dass es bei mir auch nur ansatzweise besser wurde, fing unsere Tochter an! Wir haben das ganze Programm durch mit Schnupfen, Husten, Kreislaufproblemen, Gliederschmerzen, Durchfall, Ohrenschmerzen ... zudem bei mir eine Wurzelbehandlung! Der Zahn, der letzte Woche eine neue Füllung bekommen hatte, wollte plötzlich nicht mehr! Genial! Es kann doch gar nicht schlimmer kommen! Letzte Woche war ich beim Kinderarzt, Hausarzt, HNO- und Zahnarzt! Doch das allerschlimmste ist, dass unsere Tochter einfach nichts isst, sobald es ihr schlecht geht. Schließlich verweigerte sie sogar das Trinken - da mussten wir dann hart durchgreifen und ihr die Flüssigkeit per Spritze zuführen. Nicht schön, absolut nicht schön, wenn das Kind die ganze Zeit weint und man auch noch so hart durchgreifen muss. Aber einen Krankenhausaufenthalt möchte ich unter allen Umständen vermeiden! Als liebende Mutter muss man leider manchmal sehr streng sein. Das mag ich nicht! Ganz und gar nicht!

Heute geht es Kea endlich ein wenig besser! Sie hat mal nicht den ganzen Tag durchgeweint und etwas mehr Essen war auch schon möglich. Gott sei Dank!! Ja, so eine Krankheitsphase lässt einen ganz schön demütig und bescheiden werden!!!

Den heutigen Tag konnten wir schon so richtig genießen! Erst ausschlafen, mit strahlendem Sonnenschein wach werden und dann gemeinsam mit meiner Schwester und ihrem Mann in den Britzer Garten picknicken! Großartig! Ein perfekter Ostermontag.




Es kann einfach nur noch aufwärts gehen ... ich bin guter Zuversicht!!!

                     

Liebe Ostergrüße,

Elly
xxx

P.S.: I'm so in love with my new shoes!!!

Dienstag, 8. März 2016

Starke Frauen

Für heute war eigentlich ein anderer Post geplant. Aber spätestens seit meinem heutigen Einkauf bei Obi weiß ich: Heute ist Weltfrauentag. Ich erhielt an der Kasse zwei wunderschöne Rosen. Danke!
Und so liegt es nahe, den heutigen Post den sechs wichtigsten Frauen meines Lebens zu widmen.
Den sechs unglaublich starken, inspirierenden und wundervollen Frauen, die mir Kraft geben und mein Leben bereichern.

Mama:
Meine Mama ist für mich die wichtigste und stärkste Frau und ein unglaubliches Vorbild. Trotz einer wirklich beschissenen Kindheit (sorry, aber jedes andere Wort wäre einfach nicht passend!!!), trotz starker Krankheit hat sie immer weitergekämpft. Sie ist niemals liegen geblieben. Sie hat für uns fünf Kinder alles aufgegeben (zusammen mit meinem Papa), um uns eine glückliche Kindheit und eine großartige Zukunft zu ermöglichen. Keine außenstehende Person wird jemals begreifen können, wie viel sie ihr Leben lang gegeben hat. Aber ich habe viele ihrer Kämpfe, ihre körperlichen wie auch emotionalen Zerbrüche erlebt - von klein auf. Und es macht mich so stolz, eine Mama wie sie zu haben. Sie ist und bleibt meine große Heldin!!!! Und eine großartige Freundin. Ich wünsche mir so sehr, dass Kea und ich ebenfalls so eine Beziehung haben werden, so wie ich sie mit meiner Mum habe. Mum, ich liebe dich! Du bist meine Heldin, mein Vorbild!!


Geli:
Es gibt für mich kein Leben ohne Geli. So wie meine Eltern seit Beginn meiner Geburt für mich da waren, so ist es auch bei Geli. Nein, wir sind keine Zwillinge. Aber zwischen uns liegen nur 1 Jahr und genau 12 Tage. Seit ich denken kann, gibt es Geli. Geli ist für mich mehr, sehr viel mehr als nur eine gute Schwester. Sie ist meine bessere Hälfte, sie ist meine beste Freundin. Sie ist mein offenes Ohr, meine emotionale Stütze, meine Ratgeberin und Kritikerin. Und sie ist das komplette Gegenteil von mir. Sie ist mit Leib und Seele Mutter. Sie liebt Kinder und hat sich nun für ein viertes entschieden. Ich bewundere sie für ihre Kraft, ihre nie endende Liebe, ihre positive Sicht auf das Leben und die Menschen und ihre offene und liebevolle Art, mit der sie ihren Mitmenschen begegnet. Ein Leben ohne meine Schwester Geli ist und bleib unvorstellbar. Danke, dass du immer für mich da bist.



Hanna:
Seit es Hanna auf der Welt ist, fasziniert sie mich. Ein unglaublich süßes Baby, das ich unbedingt in meinem Puppenwagen haben wollte. Je älter Hanna wurde, umso mehr wurde deutlich: Sie ist ein kleines Genie. Nicht nur ihre unglaubliche Neugier war ein eindeutiger Beweis dafür. Ich war immer völlig fasziniert, wie geschickt und begabt Hanna ist. Sie kann sich einfach alles aneignen. Ja, oft war ich auch ein wenig neidisch. Jeder liebte und liebt Hanna und ihre vielen Talente. Ich liebe es, ihr beim Geigenspiel zuzuhören, ich habe sie während ihres Studiums begleitet, emotional, real in Münster und hatte die große Ehre, ihre Doktorarbeit Korrektur zu lesen. Ja, meine kleine Schwester hat einen Doktortitel. Ja, ich bin stolz auf sie. Sie hat ein großes Herz für die vielen Nöte dieser Welt. Sie war schon auf den Philippinen, im Senegal und in Nepal, um dem Leid dieser Welt zu begegnen. Um diese Welt ein Stückchen besser zu machen. Und ich bin so gespannt, wohin das Leben und ihr weites Herz sie noch führen werden. Hanna, ich bewundere dich für deinen Mut!!! Du wirst immer meine kleine süße Schwester bleiben, die ich so gern beschützen möchte!


Kea:
Nein, damit ist nicht meine Tochter gemeint. Aber meine Tochter ist nach dieser großartigen Frau benannt. Seit fast zehn Jahren ist Kea aus meinem Leben nicht mehr wegzudenken. Ich erinnere mich noch genau an unser erstes Aufeinandertreffen: 14. Oktober 2013. Evangelische Fakultät, Universität Osnabrück. Ich bin den ersten Tag an der Uni. Und ich bin von der ersten Stunde an mit Kea dort. Seitdem gehen wir nicht mehr getrennte Wege. Auch wenn uns nun mehrere hundert Kilometer trennen, im Herzen sind wir ganz stark verbunden. Wir haben gemeinsam unser Studium gemeistert. Sind gemeinsam mit dem Fahrrad zur Uni geradelt - bei Wind und Wetter. Sind durch Höhen und Tiefen unseres Lebens gegangen. Ich kann mich voll und ganz auf Kea verlassen - sie ist für mich da. Sie würde sofort in den nächsten Zug steigen, wenn ich sie brauchen sollte. Es ist eine unglaublich tiefe, respektvolle und bereichernde Freundschaft, ohne die mein Leben nicht mehr vorstellbar wäre. Kea, danke für deine großartige Freundschaft!



Annie:
Annie ist für mich Inspiration. Das war sie schon immer. Wir kennen uns seit der sechsten Klasse. Sie kam aus dem Senegal, Tochter einer Missionarsfamilie. Eingeschüchtert, orientierungslos, aber trotzig - so hab ich Annie kennen gelernt. Ich mochte sie nicht gleich auf den ersten Blick. Aber irgendwie faszinierte sich mich und zog mich an.Seitdem ist sie ein Teil meines Lebens - mal mehr, mal weniger. Aber die Beziehung hat gehalten. Wir haben uns zusammen durchs Abitur gekämpft, sie hat mich an unserem großen Tag begleitet, mit der Kamera. Und wir teilen eine große Leidenschaft: Kaffee!!! Ich liebe unsere seltenen, gemeinsamen " Telefondates", die mir immer unglaublich gut tun. Annie geht ihren eigenen Weg, stolpert genauso wie ich mal durch das Leben, steht zu ihren Stärken und Schwächen - das liebe ich so an ihr. Sie hat ihren eigenen Stil, ist authentisch. Annie, du bist ein fester Bestandteil meines Lebens und wirst es auch immer bleiben. Ich glaube an dich!!!


Rebekka:
Rebekka ist meine ganz persönliche Antwort von Gott auf eine jahrelange Bitte: eine Freundin, mit der ich die Liebe zu Jesus, mit der ich gemeinsame Leidenschaften teile und die bei mir um die Ecke wohnt. Durch diesen Blog habe ich sie kennengelernt. Allein aus diesem Grund hat sich die ganz Bloggerei schon gelohnt. Ich kenne Rebekka erst seit ca. einem halben Jahr, hab aber das Gefühl, sie schon viel länger zu kennen. Wir haben so viele Gemeinsamkeiten, teilen gemeinsame Leidenschaften und Schwächen und lieben es, Zeit miteinander zu verbringen. Bei Rebekka kann ich ganz offen und ehrlich sein, ohne dass sie mich verurteilt. Ganz im Gegenteil: Ich fühle mich verstanden und so akzeptiert, wie ich bin - einfach Elly. Ich bin so gespannt, wie sich unsere Freundschaft weiterentwickelt. Ich spüre und bin mir absolut sicher: Gott hat mit uns beiden noch Großartiges vor! Ich freue mich, das Leben gemeinsam mit dir zu teilen, Rebekka.
(Und wir haben noch kein gemeinsames Foto!!!!)

Sechs großartige Frauen, die mich durch mein Leben begleiten und mich dabei unterstützen, Kea zu eben so einer heranzuziehen. Frauen, die mich inspirieren, unterstützen, Halt geben, kritisieren und mich so akzeptieren und lieben, wie ich bin.

Ein Hoch auf diese Frauen! Ein Hoch auf uns Frauen. Mögen wir zu gefährlichen Frauen für Gott werden.

"Credo gefährlicher Frauen"

Liebe Gott, bitte mach uns zu gefährlichen Frauen.
Mögen wir Frauen sein, die sich ihrer Kraft bewusst sind,
etwas zu verändern, zu wachsen und radikal-lebendig für Gott zu sein.
Mögen wir Heiler der Wunden und Rechter des Unrechts sein.
Mögen wir weinen mit denen, die weinen, und für jene ein Fürsprecher sein,
die nicht für sich selbst sprechen können.
Mögen wir Kinder wertschätzen, die Alten umarmen und die Armen stärken.
Mögen wir innig beten und weise unterweisen.
Mögen wir Leiterinnen sein, die stark und sanft zugleich sind.
Mögen wir Freudenlieder singen und Angst niederreden.
Mögen wir nie zögern, wenn eine gute Leidenschaft uns vorantreibt,
eine Überzeugung uns drängt und gerechter Zorn uns Antrieb gibt.
Mögen wir allem Furcht einflößen, was ungerecht und böse ist in der Welt.
Mögen wir Systeme des Missbrauchs aufdecken und Lügen durch Wahrheit zum Schweigen bringen.
Mögen wir strahlen wie Sterne in einer dunklen Generation.
Mögen wir überfließen an Güte im Namen Gottes
und durch die Kraft Jesu Christi.
Und mögen wir in diesem Namen und durch diese Kraft die Welt verändern.
Lieber Gott, bitte mach uns zu gefährlichen Frauen.
Amen.

Lynne Hybels


Auf euch Frauen,
Elly
xxx


Sonntag, 7. Februar 2016

Alles richtig gemacht!!!


Es versetzt einen doch regelrecht in Hochstimmung, wenn man feststellt, dass man im Leben hier und da doch ein paar richtige Entscheidungen getroffen hat. 
Gestern stand ich mit meiner Schwester und Kea in Köpenick am Müggelsee und dachte: "Alles richtig gemacht!" Die Entscheidung nach Berlin zu ziehen fiel vor ca. drei Jahren. Ich wollte damals einen Neuanfang, mein Mann und ich wünschten uns immer ein Leben in einer Großstadt und meine Eltern hatten kurz zuvor beschlossen, ihre zweite Lebenshälfte in Berlin zu verbringen. Und da ich gerade Kea erwartete, lag es nahe, ebenfalls nach Berlin zu ziehen. Die Entscheidung fiel nicht schwer. Ganz im Gegenteil. 
Damals wurde diese jedoch von einigen in Frage gestellt. Besonders die Worte einer fremden (!) Person sind mir besonders in Erinnerung geblieben. "Auch ihr werdet nicht lange in Berlin bleiben." Diese männliche Person holte unsere damalige Küche ab. Es entwickelte sich ein Gespräch und als das Wort Berlin erwähnt wurde, gab es für ihn kein Halten mehr. Er hatte wohl Freunde, die ihr Glück für ein paar Jahre in Berlin gesucht hatten und irgendwann frustriert zurückgezogen sind. Er beschrieb in allen Einzelheiten, wie teuer, dreckig und schrecklich Berlin sei. Unmöglich dort zu leben. Damals fand ich das Verhalten der Person sehr unhöflich. Quatsch! Ich finde das Verhalten nach wie vor unerhört. Man macht doch keiner Person, die schon ihre Koffer gepackt hat, die gewählte Stadt madig. Selbst wenn man eine begründete Meinung dazu hat. Dann schluckt man es eben runter. 
Heute würde ich dieser Person am liebsten folgendes ins Gesicht schmeißen: "Ich liebe Berlin! Wir sind hier glücklich und denken nicht ansatzweise an einen Rückzug! Nein, ich kann mir sogar vorstellen, hier alt zu werden!"
Ich hab mich in Berlin verliebt. Ich liebe diese Stadt mit den Gegensätzen wie zum Beispiel Kreuzberg - Köpenick. Jeder Kiez hat seinen eigenen Charme, seine eigene Schönheit - und dennoch gibt es kaum krassere Gegensätze. In Kreuzberg pulsiert das Leben: Es ist hektisch, laut, die Lichter gehen niemals aus und ist VOLL von jungen Leuten, die versuchen, jeden einzelnen Tropfen Spaß aus dem Lappen Leben rauszuholen. In Kreuzberg fühlt man sich direkt am Puls des Lebens - als läge Kreuzberg direkt an der Aorta. Es fordert heraus, inspiriert aber auch. Köpenick hingegen ist ruhig und idyllisch. Alles läuft langsamer - ganz genauso wie die vielen Senioren, die hier viel häufiger anzutreffen sind. In Köpenick wird entschleunigt - ganz besonders am Müggelsee. Dort lässt man die Seele baumeln. 
Meine Schwester hat das große Vorrecht, den direkt um die Ecke zu haben. 
Nach einem Frühstück mit ganz viel Kaffee (ich hatte die Nacht mit Kea bei ihr verbracht), schnappten wir uns Kea, spazierten durch den Wald, sogen die wunderbar milde und zart nach Frühling duftende Luft ganz tief in unsere Lungen und landeten am Müggelsee. Stille! Hier und dort ein paar verirrte Spaziergänger. Sonst war nur das leise und konstante Plätschern des Wassers zu hören. Herrlich!




Kea warf kleine Steinchen ins Wasser und war glücklich! Wir auch! Wir genossen diesen ganz besonders schönen und ruhigen Moment - und den Ausblick auf einen wunderschönen Sommer am Müggelsee. Dann geht es hier alles andere als ruhig her! Doch dieser besondere Moment gehörte UNS! Und machte mir noch einmal mehr bewusst: "Alles richtig gemacht! Hier gehöre ich hin!"


Einen schönen Start in die Woche wünscht 

Elly
xxx


Freitag, 5. Februar 2016

Quinoa-Tabouleh || Mädelsabend

Ich bin neulich beim Aufräumen über ein Rezept gestolpert, dass ich aus einer Zeitschrift rausgerissen hatte und unbedingt mal nachkochen wollte.
Gestern habe ich es endlich in die Tat umgesetzt. Es ist einfach und schnell gemacht, sehr gesund und mega lecker. Sogar Kea hat es gern gegessen - ja, auch mit den Frühlingszwiebeln.

Rezept Quinoa-Tabouleh

Zutaten:
150 g Quinoa
2 Knoblauchzehen
5 EL Olivenöl
500 ml Gemüsebrühe
1 Gurke
250 g Kirschtomaten
3 Frühlingszwiebeln
je 1 Bund glatte Petersilie und Minze
Saft von 1 Zitrone
Salz, Pfeffer



  • Quinoa in ein Sieb geben und unter fließendem Wasser so lange spülen, bis das Wasser klar ist. 
  • Knoblauch schälen und fein hacken. In einem EL Olivenöl andünsten. Mit Gemüsebrühe aufgießen, Quinoa dazugeben, 15 bis 20 Minuten zugedeckt köcheln, auskühlen lassen.
  • Gurke waschen und klein würfeln, Tomaten abbrausen und vierteln, Frühlingszwiebeln waschen und in feine Ringe schneiden. Alles in eine Schüssel geben, Quinoa dazugeben. 
  • Petersilie und Minze abbrausen, abzupfen, grob hacken und dazugeben.
  • Zitronensaft, restliches Olivenöl, Salz und Pfeffer verrühren, über die Zutaten gießen und mischen. 
Das Rezept reicht für ca. 4 Personen und wird pro Portion mit 365 Kalorien berechnet. 



Mein Wochenende startet heute Abend richtig gut: Mädelsabend mit meinen Schwestern und Mama. Und Kea. Mein Mann hat Nachtschicht und so hat sie das große Privileg mit dabei sein zu dürfen. Und weil ich so froh bin, dass es diese drei tolle Frauen in meinem Leben gibt, habe ich für sie eine kleine Aufmerksamkeit vorbereitet. Eine Papiertüte gefüllt mit einer persönlich gestalteten Botschaft für jeden Tag der kommenden Woche. Das alles wurde hübsch verpackt. Fertig!!




Naja, ganz so schnell ging das dann doch nicht und ja, ich weiß, diese Zeit hat man/frau auch nur, wenn man zu Hause ist und nicht arbeitet. Ja, ganz bestimmt. Dafür stand bei mir gestern der Haushalt hintenan. Und mein Schreibtisch sieht dann ehrlicherweise so aus:


Aber das nehme ich gern in Kauf. Ich finde Ermutigung und kleine Aufmerksamkeiten sehr wichtig. Mir persönlich sind sie sehr wichtig, denn sie machen den Alltag erträglicher und lassen einen wissen, dass es jemanden gibt, der an einen denkt. Nicht jeder hat diese Sprache der Liebe. Nein. Trotzdem freut sich jeder über kleine überraschende Aufmerksamkeiten. 
Vielleicht gibt es jemanden in eurem Umfeld, der gerade auch sehr gut eine kleine Aufmerksamkeit gebrauchen könnte. Es muss ja nicht gleich so aufwendig sein. Eine kleine Karte oder auch nur eine liebe Nachricht per Whatsapp lässt eine Person wieder strahlen. 

In diesem Sinne euch allen ein wunderschönes Wochenende mit vielen positiven Überraschungen.

Elly
xxx

Montag, 1. Februar 2016

Wochenendskonfetti

Am Donnerstag schrieb ich Folgendes:
Gestern hab ich mir Notizen für einen neuen Post gemacht. Thema: Wie ich den Alltag mit Kea immer mehr genieße und mir nicht vorstellen kann, sie irgendwann in die Kita zu geben.
Heute: Alltag genießen? Mit Kea??? Ha, auf welchem Trip war ich denn bitteschön!

Wir haben drei Nächte hinter uns, in denen Kea für längere Zeit wach war - sprich zwei Stunden, in denen sie sich von A nach B wälzte und keine Ruhe und schon gar nicht den Schlaf fand. Doch in der letzten Nacht hat sie es wirklich auf die Spitze getrieben: drei Stunden war sie wach!!!!!! Dabei hatte sie gestern nur eineinhalb Stunden Mittagsschlaf und ist gestern Abend erst um 22 Uhr ins Bett. Nur um dann um drei Uhr nachts wieder in unserem Bett zu landen und uns drei Stunden wach zu halten.
Irgendwann um sechs Uhr morgen gingen dann doch ihre kleinen Äuglein zu.
Ich bin genervt, frustriert, wütend und MÜDE! Kopfschmerzen. Ibu, Kaffee!!! Das kann doch echt nicht wahr sein.


Und trotzdem möchte ich darüber schreiben, wie glücklich ich mit Kea bin. Nein, nicht in diesem Moment!! Doch diese Negativität, die hier gerade herrscht, möchte ich nicht. Ich möchte dankbar sein für jeden einzelnen Tag mit Kea. Für jede Stunde, jede Minute und auch jede schlaflose Nacht.


Nein, Kea ist nicht der geborene Sonnenschein. Sie verbreitet nicht ständig gute Laune und strahlt nicht pure Lebensfreude aus, wie es vielleicht andere Kinder tun. Sie ist anders. Sie ist eine unglaublich gute Beobachterin, sie verinnerlicht und begreift schnell und hat ihren ganz eigenen Willen. Kuscheln ist nur dann möglich, wenn sie es möchte. Sie liebt es, wenn wir ihr Bücher vorlesen. Sie sitzt dann ganz ruhig neben uns (auf dem Schoß wäre eine Einschränkung ihrer Freiheit!) und hört lange Zeit konzentriert zu. Sie mag keine Action und kein Toben. Aber sie liebt es mit Knete zu spielen, sie liebt das alte Puppenhaus meiner Schwester, das bei meinen Eltern steht. Sie liebt diese vielen besonderen Kleinigkeiten - kleine Puppenschränke, deren Türen und Schubladen sich öffnen lassen, kleine Puppen, die man auf Sofa oder Toilette setzen kann. Unglaublich spannend.
Sie mag sich nicht die Hände schmutzig zu machen, liebt es jedoch die kleinen Steine von der Straße zu sammeln. Damit könnte sie sich stundenlang beschäftigen, wodurch die Spaziergänge manchmal sehr herausfordernd sind.

(...) Weiter bin ich nicht gekommen. Ich habe es nicht geschafft, den Post fertigzustellen.
Wir haben eine anstrengende und ereignisreiche Woche hinter uns. Vier von drei Nächten waren katastrophal. Und trotzdem haben wir am Wochenende meine Nichten (9 und 7 Jahre alt) zu uns geholt.

Bevor mein Mann die beiden am Freitag Abend abholte, machten wir mit Kea einen Ausflug ins SeaLife - müde, aber glücklich und völlig fasziniert von Gottes unglaublich kreativer Schöpfung. Kea hat es sehr genossen. Wir auch.


Am Wochenende haben wir es uns so richtig gemütlich gemacht. Das Wetter war eine Katastrophe, aber das hat uns nicht weiter gestört. Morgens wurde schon anders als üblich gestartet: Schaumküsse aufs Brötchen. Klassiker. Lecker! Könnte ich jeden Morgen zu meinem Kaffee haben.


Kea war total begeistert, ihre Cousinen ganz für sich und den kompletten Tag um sich zu haben. Der Favorit dieses Wochenendes: Knete. Eine sehr dankbare Beschäftigung. Einfach dazusetzen, hier und da helfen und die Kinder beim Kreativsein beobachten. Tolle Werke sind entstanden.




Zwischendurch wurde genascht, gekuschelt, gelesen und gegessen. Absolutes Highlight war jedoch das gemeinsame Baden der drei am Samstagabend. Da ging es so richtig bunt her. Es wurde gespielt, geplantscht, rumgealbert und "Plötsinn" gemacht, wie Kea es immer treffend formuliert.

Mein persönliches Highlight kam am Sonntag Nachmittag. Ich hatte FREI. Lecker Waffelessen im "kaufdichglücklich" mit Steffi, ein kurzer Ausflug über den Trödel des Mauerparks gefolgt von einer heißen Suppe beim Asiaten, um sich aufzuwärmen. Gut, dass wir das gemacht haben. Danach standen wir eine Stunde lang draußen vor der Berlinischen Galerie an. Die Stadt Berlin hat sich bei ihren Bürgern für das Engagement bei der Flüchtlingsthematik bedankt und viele Museen und öffentliche Einrichtungen boten für gewisse Zeiten kostenlosen Eintritt. Man braucht nicht viel Fantasie, um sich auszumalen, welche Massen sich diese Chance nicht entgehen lassen wollten. Folge der Kälte: eine Sehnenscheidentzündung im rechten Handgelenk. Schön war es trotzdem.







Elly
xxx