Freitag, 9. September 2016

Ach, verweile doch!!!



Sie kommen still und leise; in Augenblicken, in denen ich nicht mit ihnen rechne. Sie nehmen den Raum ein und hüllen mich in Geborgenheit - perfekte Momente. Auf einmal sind sie da und ich darf sie genießen. Sie brauchen oft keiner Vorbereitung, sie kommen ohne Trommelwirbel, sie machen auch nicht viel Aufhebens um sich. Sie sind einfach präsent und ich darf sie genießen. Ich weiß, wovon ich rede, denn genau das ist uns vor zwei Tagen abends passiert.

Kea und ich hatten den Tag über bei meinen Eltern verbracht und wurden nachmittags schließlich von meinem Mann abgeholt. Doch ich wollte noch nicht nach Hause - das Wetter war einfach zu schön. Außerdem wusste ich, was mich zu Hause erwartet: eine Küche mit dreckigem Geschirr, ein chaotisches Kinderzimmer und viele Dinge, die während einer Umräumaktion einfach noch nicht den richtigen Platz gefunden hatten. Ich wollte das alles noch ein wenig vor mir herschieben und viel lieber die warmen, unaufdringlichen Sonnenstrahlen genießen. 
Wir fuhren also geradeaus durch in den Britzer Garten - einfach noch ein wenig Zeit draußen verbringen. Doch wir bekamen weit mehr als nur ein wenig Zeit miteinander. Wunderschönste, einzigartige Dahlien blühen nun im Britzer Garten und verzaubern jeden, der an ihnen vorbeigeht.




Perfekte Liegestühle unter großen, majästetischen Bäumen erwarteten uns und luden uns ein, das ganze "Dahlienfeuer" zu bewundern und aufzunehmen.




Elly bekam ihren Kaffee, Kea ihr Eis und so genossen wir die herrlichen Spätsommerstrahlen und das einzigartige Farbspiel der Blütenpracht. Es war warm, aber nicht zu heiß, Kea war bei uns und war völlig relaxt, sodass auch wir Zeit hatten, diesen wunderschönen Moment zu genießen.
Der Kaffee war frisch gebrüht und lecker, das Eis war so gekühlt, dass es in den Kinderhänden nicht gleich zerfloss, der Baum über uns spendete Schatten, ließ aber immer wieder die warmen Sonnenstrahlen durch.


Meine Flow hatte ich passenderweise mit dabei. Ein perfekter Moment, um neue Inspiration zu sammeln.
Und während wir so da lagen, wurde uns bewusst: Wir erleben hier gerade einen perfekten Moment. Einen vollkommener Moment, der so perfekt, so einzigartig ist, dass man kaum wagt zu atmen. In diesem einen Moment stimmen alle Bedingungen so perfekt zueinander, dass diese Moments-Konstruktion nahezu zerbrechlich scheint. Und doch gibt es sie - diese vollkommenen Momente. Seele baumeln lassen, Sorgen hinter sich lassen und all die Schönheit Gottes ins Herz strömen lassen. Das lässt mich auftanken, das lässt mich zur Ruhe kommen, das gibt mir Kraft. Und es schweißt zusammen. Ich bin Gott so dankbar für diese Oasen im Alltag. Für seine wunderschöne, einzigartige Schöpfung und für seine Kreation solcher vollkommenen Momente, die er uns schenkt und uns somit zeigt: "Dies alles schaffe ich für euch. Genießt es!"





Es ist ein Privileg dieses Paradies bei uns um die Ecke zu haben und es jederzeit genießen zu können. 



Ein wunderschönes Wochenende euch allen,

Elly
xxx










Dienstag, 6. September 2016

Herrlich stinknormaler Alltag!

Gestern hatten wir einen stinknormalen Alltag - und ich fand es GROSSARTIG! Mein früheres Ich hätte dies ja nicht für möglich gehalten! Alltag, Alltagstrott - Langeweile???


Ja, gestern tat mir der Alltagstrott so richtig gut. Der August hatte es in sich: mehrere Geburtstagspartys, große Abschiede, die Geburt meiner kleinen süßen Nichte, MEIN 30. Geburtstag, der viel Aufwand und Vorbereitungen mit sich brachte (Trotzdem würde ich es wieder tun!) und viele, viele Besuche!! Ja, der August war voll mit Lachen, Tränen, Freude, Kuchen, Grillen, Freunden und allem, was dazu gehört. Wir haben es wirklich genossen.
Ach ja, und dann war am Sonntag auch noch die Segnung unserer Tochter. Ein großartiger, wuseliger Familiengottesdienst mit vielen Gästen, da insgesamt fünf Kinder gesegnet wurden. Ganz besonders haben wir uns über den Besuch von der lieben Rebekka und ihrer Family gefreut, die den weiten Weg bis zum Prenzler Berg auf sich genommen haben und auf dem Nachhauseweg auch noch klatschnass wurden. Und sogar meine Schwester Geli, die Segenspatin von Kea, konnte mit ihrer kleinen drei Wochen alten Samira dabei sein. So schön! Zu diesem besonderen Anlass wollte ich für Kea eine entsprechende Frisur. Und tadaaaa ... ich bin mächtig stolz auf mich.

Keas erste Flechtfrisur

Doch vielmehr stolz bin ich auf meine wundervolle, brave Tochter, die den ganzen Gottesdienst über mega lieb war, auch wenn alle anderen Kinder völlig aufgekratzt waren. Aber Kea ließ sich davon nicht beeindrucken. Sie war einfach bezaubernd!!!

Aber jetzt ist erstmal Pause. Zu viel des Guten ist dann eben auch ein ZU VIEL!

Und so haben Kea und ich unseren stinknormalen Montag richtig genossen. Wir haben morgens im Bett ausgiebig gekuschelt, in aller Ruhe gefrühstückt und verbrachten den Morgen erstmal in unseren Schlafis. Irgendwann begab ich mich Richtung Küche und Kea zu ihren Spielsachen. Ich buk einen leckeren Früchtekuchen (das Rezept gibt es hier) und bereitete nebenbei leckerstes selbstgemachtes Gulasch vor - sehr zur Freude meines Mannes. Der steht da total drauf. Ich könnte gerne darauf verzichten, aber solch größere Gerichte sind in der letzten Zeit schon noch ein wenig zu kurz gekommen. Nicht zuletzt auch wegen der heißen Temperaturen.





Kea half mir immer wieder mal in der Küche oder verzog sich in ihr Zimmer, spielte mit ihren Puppen und Stofftieren oder verkrümelte sich hinter ihren Büchern.



Sie liebt es, Bücher zu betrachten. Und immer wieder ertappe ich sie dabei, wie sie versucht, die Geschichten, die wir ihr tagtäglich vorlesen, nachzuerzählen. Großartig!! Und so süß!

Nachmittags verschwanden Papa und Kind auf den Spielplatz und ich hatte ein wenig Zeit, um in die neue Flow-Ausgabe zu schnuppern. Diese lag am Samstag schon auf meiner Fußmatte (Ich fasse es immer noch nicht, dass unser Briefträger die 3 Stockwerke hochträgt!!! Und das in Berlin!!), doch hatte ich noch keine Gelegenheit, mich ihr zu widmen.


Abends gab es noch ein heißes Bad, was nach einiger Zeit dann von meiner Tochter eingenommen wurde. Es war der perfekte Abschluss eines perfekten Montags Schrägstrich Alltags.

Und ich muss sagen: Zum Glück hatte ich gestern so einen tollen Start in die Woche, denn heute ging es mir wirklich beschissen. Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Kreislaufprobleme und ein zickiges Kind. Ja, da hat der Alltag mir mal wieder sein hässliches Gesicht gezeigt. Zum Glück hat das kurze Nickerchen am Spätnachmittag ein wenig Besserung gebracht. Kea ist auch mal rechtzeitig eingeschlafen und ich habe es mir auf dem Balkon gemütlich gemacht. Das hat mich dann doch noch ein wenig mit dem heutigen Tag versöhnt.




Und wie war euer Start in die neue Woche/in den neuen Monat?

Liebste Grüße,

Elly
xxx

Donnerstag, 1. September 2016

Collage

Heute hatte ich mal wieder die große Chance, mich ganz gemütlich an den Schreibtisch setzen zu dürfen, um kreativ zu sein. Das kam in der letzten Zeit viel zu kurz. Aber heute hat Kea endlich wieder in ihrem Bettchen ihren Mittagsschlaf gehalten und es gab keinen Kuchen, eine Tarte oder dergleichen für eine Geburtstags- oder eine Abschiedsparty vorzubereiten. (Davon hatte ich allein letzte Woche jeweils zwei!) Endlich gab es die Gelegenheit, meine Ideen umzusetzen.

Neulich bin ich bei Instagram über die tollen Collagen von der Bloggerin "mano" von "mano's welt - kunst und mehr" gestolpert. Ihre Bilder, ihre Collagen und Kunstschachteln haben mich sofort angesprochen. Für mich sind sie pure Inspiration. Ich bin ja keine Malerin, Zeichnerin oder Näherin. Aber ich kann Collagen. Damit könnte ich mich den ganzen Tag lang beschäftigen. Meine Mama sagt immer, dass ich schon als kleines Kind am glücklichsten war, wenn ich mit meiner Schere in Zeitschriften Bilder ausschneiden durfte. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Bilder, die mich ansprechen und faszinieren, werden rausgerissen oder ausgeschnitten und aufgehoben. Irgendwann kommt ein Zeitpunkt, an dem ich auf sie zurückgreife. Sei es, um ein Album, einen Brief oder eben eine Collage zu gestalten. Doch leider gönne ich es mir viel zu selten, eine Collage anzufertigen. Eine Collage - was ist das schon?!? Lediglich ein Ausschneiden und Zusammenkleben. Einerseits - ja! Aber andersrum steckt sehr viel mehr dahinter. Jedes Detail hat eine Bedeutung und wurde nicht zufällig aufgeklebt. Jeder kleine Schnipsel, jedes Wort muss erstmal gefunden oder kreiert werden und spielt eine wichtige Rolle, um ein großes Ganzes zu ergeben. Mag sein, dass dabei nicht ganz so viel Begabung wie beim Malen oder Zeichnen vonnöten ist, aber es ist Kunst - und es ist meine Art der Kunst und des Mitteilens. Durch den Blog von mano ist mir dies neu bewusst geworden. Und dem werde ich in Zukunft mehr nachgehen.


Die Collage, die ich heute angefertigt habe, spiegelt meine Wünsche und Ziele für das nächste Lebensjahr. "Losgelöst" ist dabei ein ganz wichtiger Aspekt. Ich merke immer mehr und immer wieder, dass ich in vielen Bereichen meines Lebens noch viel zu gehemmt von alten Vorstellungen, Traditionen und Gewohnheiten bin. Auch im Bereich Kreativität. Ich möchte so gerne etwas schaffen, weiß aber immer nicht genau wie. Viel zu oft vergleiche ich mein Können mit dem anderer und bin dann jedes Mal frustriert und schaffe bzw. kreiere somit gar nichts. Das ärgert mich. Ich bin eben nicht in einem gewissen Bereich begabt wie beispielsweise im Zeichnen oder Malen. Aber ich liebe es, Dinge in Szene zu setzen, alten Dingen neues Leben einzuhauchen, viele kleine Dinge zu etwas Großem zusammenzustellen oder Gedanken in Bilder umzusetzen. Und damit sollte ich mich zufrieden geben. Klingt einfach, ist es aber gar nicht immer.
Ebenfalls nicht einfach ist das großes Chaos nach so einer Aktion. ;) Mich stört es gar nicht so sehr, aber dafür meinen Mann.


Solche kreativen Schaffensmomente tun mir so gut. Es gibt mir unglaublich viel, einfach kreativ sein zu können. Danach hatte ich viel mehr Geduld Kea gegenüber, der Haushalt erledigte sich fast (!) wie von selbst und selbst heute Abend setze ich mich noch gerne an den Schreibtisch, um meine Gedanken mit euch zu teilen. Ich weiß nicht genau, warum dies so ist; ich weiß nur, dass ich solche kreativen Zeiten wie die Luft zum Atmen brauche. Dann bin ich glücklich und ausgeglichen. Das war schon immer so. Und wahrscheinlich wird sich daran auch in den nächsten 30 Jahren nichts ändern! ;)



Diese Bilder muss ich noch mit euch teilen, weil ich jeden Tag völlig geflashed davon bin, wie hübsch und einzigartig meine Tochter ist. Sorry! Mama-Stolz!


Euch noch eine kreative und inspirierende Woche,

Elly
xxx







Samstag, 20. August 2016

Lang, lang ist's her

Oh man, ich hab wirklich schon lang nichts mehr von mir hören lassen. Und ich habe ernsthaft überlegt, ob ich das Bloggen nicht ganz lassen sollte. Doch immer wieder gibt es Momente, die ich gerne teilen möchte. Gedanken, Ideen und Inspirationen, die verschriftlicht werden möchten. Okay, das könnte ich auch für mich selbst tun. Doch nun wurde ich in kurzer Zeit mehrmals gefragt, ob ich nicht wieder schreiben würde. Meine Antwort lautet "Ja!" Auch wenn es nicht immer einfach wird.

In den letzten Monaten hat sich viel verändert:

1. Kea macht kaum noch Mittagsschlaf und wenn sie ihn dann doch mal macht, geht sie erst gegen 22 Uhr zu Bett. Also, nicht viel freie Zeit. Und meistens bin ich abends so geplättet, dass ich keinen klaren Gedanken mehr zu Papier kriege.

2. Kea ist trocken. Es war mein großes Ziel, Kea in diesem Sommer trocken zu bekommen. Und tada, wir haben es geschafft. Ein weiterer großer Entwicklungsschritt, den wir abhaken können. Sie braucht die Pamper bloß nachts noch. Aber selbst dann sagt sie immer öfter Bescheid oder aber die Pamper ist am nächsten morgen furztrocken. Ich bin so stolz auf unser Baby!!!


3. Viel Freizeit geht momentan auf das Training für einen Halbmarathon drauf. Ich war im April wohl nicht ganz Herr meiner Sinne, als ich mich für den Halbmarathon um den Müggelsee angemeldet habe. Ja, ich laufe sehr gerne und es ist nicht neu für mich, aber so ein Halbmarathon ist dann doch eine große Nummer, wie ich feststellen musste. Und es braucht viel Zeit - meine Freizeit. Naja, jetzt wird es durchgezogen. Ich möchte ihn gerne schaffen und schon gar nicht als Letzte die Ziellinie überqueren. "Dann geh ich ins Wasser", würde Lisabet sagen. (Astrid-Lindgren-Fans wissen Bescheid.)

4. Wir haben einen Kitaplatz für Kea. Ab dem 1. November wird Kea die Kita unserer Wahl besuchen. (In Berlin keine Selbstverständlichkeit!!!)  Noch gar nicht vorstellbar. Unsere kleine Maus wird groß. Ich freue mich, da ich den Vormittag frei habe und andererseits löst der Gedanke bei mir pures Entsetzen aus. Wie soll ich Kea einfach in die Obhut fremder Leute geben??? Ahh!!! Aber es ist die richtige Entscheidung und auch der richtige Zeitpunkt. Loslassen. Das wird für Kea und mich bald ein sehr großes Thema werden. (Stories werden bestimmt folgen!)


5. Ich hab es ohne große Depressionen geschafft: Ich bin 30! Große Zahl, die große Fragen und auch gewisse Ängste aufwirft. Was hab ich bisher erreicht? Bin ich zufrieden mit meinem Leben? Was sollte (s)ich ändern? Wie geht`s bald weiter? Was mache ich, wenn Kea erst in der Kita ist? ... Ganz ehrlich: Ich hab versucht, diese Fragen nicht ganz so ernst zu nehmen. Und auf viele hab ich gar keine Antwort. Und nicht immer gefallen mir meine Antworten. Aber dazu ein anderes Mal mehr. Vielmehr habe ich den Tag ausgiebig gefeiert. Gefeiert und genossen - mit vielen lieben Freundinnen, die mich in meinem Leben begleiten. Okay, nicht alle konnten dabei sein. Sommerzeit - Urlaubszeit, Hochzeitszeit, Partyzeit! Aber es war so herrlich! Danke an alle, die diesen Tag mit mir gefeiert haben. Und das Wetter war Bombe! Danke, Gott, nochmal dafür!




6. Jetzt kommt aber der Knüller: Ich werde in Zukunft meinen Geburtstag nicht mehr alleine feiern. Meine Schwester hat es doch tatsächlich geschafft, an meinem Geburtstag zu entbinden. Eine kleine wunderschöne, perfekte Prinzessin namens Samira. Diese kleine Diva weiß eben, welches Datum perfekt ist: der 13. August! Denn an dem Tag scheint immer die Sonne. Ungelogen. An meinem Geburtstag ist immer schönes Wetter. Auch wenn er mal auf Freitag, den 13. fällt. Dann ist es ein ganz besonderer Glückstag. (Übrigens, ich bin am Freitag, den 13. 13 Jahre alt geworden. Ehrlich. 1999, ihr dürft gerne nachschauen.)

7. Das Schönste jedoch ist: Ich genieße den Sommer mit Kea in vollen Zügen. Ich bin in Berlin und als Mutter angekommen und genieße mein Leben. Klar, es gibt natürlich Momente, die herausfordernd sind. Das wird auch so bleiben. Das gehört zum Leben. Aber wir haben als Familie eine Balance gefunden. Wir unternehmen viel gemeinsam, wir haben Gäste, wir machen gemeinsam Blödsinn, wir nehmen das Leben so, wie es gerade kommt und versuchen aus jedem Tag das Beste zu machen. Und das können wir gerade so richtig gut!!!




Bis ganz hoffentlich bald, 

Elly
xxx



Dienstag, 12. April 2016

Hip Hip Hurra! Unser Mädchen ist zwei!!!

Unser Mädchen ist zwei geworden. Wow. Unglaublich!



Andersrum: Wenn ich sie momentan so beobachte, ist es schon vorstellbar. Sie hat - so wie bei allen Kindern üblich - nach der Krankheit einen gewaltigen Entwicklungsschub gemacht. Sie beginnt in ganzen Sätzen zu sprechen, sie beobachtet, hört aufmerksam zu, plappert und ahmt alles nach (Ja, Vorsicht ist geboten!!!) und hat ihre verlorenen Pfunde wieder drauf. Seit der Schnuller weg ist, ist der Appetit sehr viel größer.

Es gibt allerdings einen weiteren Entwicklungsschritt, der mir so gar nicht behagen möchte. Mit dem Fortbleiben des Schnullers hat sich auch der Mittagsschlaf verabschiedet. Hallo?!? Kea, du bist erst zwei. Nicht drei! Keine Chance, sie mittags zum Schlafen zu bewegen. Sie liegt eine halbe Stunde in ihrem Bettchen, erzählt, albert herum und irgendwann ruft sie: "Mama? Kea wach, ja?!?" Ne, ne, ne!!! Bitte nicht!
Ich habe mich mit dem Kommen des Frühlings so auf ein paar Stunden auf dem Balkon gefreut - mit einer heißen Tasse Kaffee, einem Buch, mit Schreibzeug oder auch einfach nur für ein kleines Nickerchen in der Sonne. Oh man! Diese Idee kann ich sowas von an den Nagel hängen. Unfassbar! Wie kann sie mir das antun? Ich will Keas Schnuller wieder zurück!!! Naja, nicht wirklich. Oder doch? Nein, ist okay. Wieder mal eine neue Phase, die beginnt. Allerdings wird es echt ein wenig dauern, bis ich mich daran gewöhnt habe.

Aber genug davon. Jetzt erstmal ein paar Fotos von unserem super süßen Geburtstagskind und einer tollen Geburtstagsparty mit vielen lieben Menschen.

Direkt an Keas Geburtstag haben wir es ganz ruhig angehen lassen:

Frühstück mit Donut und ihrem neuen Freund, dem Pinguin "Happy" (Es war Liebe auf den ersten Blick!), der sofort mit an den Tisch musste ...


toller Deko von Papa ... (ja, ich habe einen großartigen, kreativen und begabten Mann!) ...


auch ein bisschen Deko von Mama ... (Kea liebt Mond und Sterne)



Mittagessen bei McDonalds mit Keas erstem HappyMeal ... (Sie hat sich so gefreut!!!)


ganz vielen Seifenblasen mit Papa auf dem Balkon ...


und einem großartigen Abend mit Opa und Oma!!!



Und abends musste "Happy" unbedingt mit ins Bett!!! Da wurde einfach Platz geschaffen!





Am Samstag gab es dann eine tolle Geburtstagsparty mit dem Rest der Familie und Freunden! Und ganz vielen Leckereien!





Und Keas Geburtstagskuchen durfte natürlich auch nicht fehlen. Ich habe ihn mit Ballons verziert, da sie diese so sehr liebt. Übrigens sind diese wirklich schnell gemacht. Ihr braucht nur Draht in Form biegen, diese mit Flüssigkleber bestreichen und auf Stoffreste kleben. Kurz trocknen lassen, ausschneiden und schon sind wunderschöne Ballons fertig!


Aber jetzt ist die Luft erstmal draußen! Diese Woche läuft ganz chillig, bitte!!!

Liebe Grüße, 

Elly
xxx











Sonntag, 3. April 2016

Schnuller ade, Scheiden tut weh!

Wir haben es geschafft! Er ist weg! Er ist endlich weg! Kea hat nun keinen Schnuller mehr!
Immer wieder habe ich mich um das Abwöhnen gedrückt, hab diese undankbare Aufgabe vor mir hergeschoben. Doch nach dieser Krankheitsphase hatte ich endgültig die Schnauze voll! Seit ihrer Erkältung war der Schnuller nicht mehr aus Keas Mund zu kriegen. Wenn Kinder krank sind, lässt man so einiges durchgehen - Hauptsache sie sind ruhig und flennen nicht die ganze Zeit. Da lockert man schnell mal die eigenen Regeln. Mit weitreichenden Konsequenzen: Kea nuschelte immer mehr und aß immer weniger.


Als es am Ostermontag mit Kea wieder bergauf ging, merkte ich, wie schwer es war, den Schnuller auch nur für ein paar Stunden aus ihrem Mund zu bekommen. Weinen, rumzicken, schreien. Dabei hatten wir einige Wochen vor der Krankheit so hart dafür gekämpft, dass sie ihn nur noch zum Schlafen bekommt.
Montag Abend lag ich im Bett, völlig erschöpft vom Kampf um den Schnuller und wusste: Die nächsten Tage werden anstrengend. Verdammt anstrengend! Kea wieder daran zu gewöhnen, tagsüber auf den Schnuller zu verzichten. Nach jeder Krankheit fange ich diesbezüglich bei Null an. Das nervt und kostet sehr viel Nerven.
Warum ihn also nicht gleich ganz wegnehmen?, kam mir der Gedanke. Schließlich wird unsere Tochter in wenigen Tagen 2 Jahre alt. Mein Ziel war es eigentlich, sie bis dahin vom Schnuller entwöhnt zu haben. Und außerdem war ich durch die Krankheit sowieso an eine anstrengende Kea gewöhnt. Ein paar Tage mehr oder weniger würden da auch keinen großen Unterschied mehr machen.

Ich schlief mit dem festen Entschluss ein: Morgen kommt der Schnuller weg!!! Und hatte Angst! Panik!!! Ein schwerbeladenes Stoßgebet ging Richtung Himmel: Gott, schenk mir die Kraft und den Mut, das auch wirklich durchzuziehen. Und schenk mir Nerven aus Stahl!

Am nächsten Morgen habe ich meine Entscheidung tatsächlich durchgezogen. Wie immer wollte Kea ihren Schnuller beim Frühstück nicht hergeben. Also habe ich ihn mir kurzerhand geschnappt und ihn durchgeschnitten! Dann zeigte ich ihn Kea. Sie war ein wenig perplex, aber auch irgendwie fasziniert. Sie starrte ihn an, steckte ihn in den Mund, nahm ihn wieder raus um ihn erneut zu begutachten. Und dann schmiss sie ihn weg. Unglaublich. Ich war völlig von den Socken. So einfach???
Nein, ganz so einfach war es dann letztendlich doch nicht. Spätestens beim Mittagsschlaf gab es eine halbe Stunde Weinen, Zicken und Geschrei. Aber dann schlief sie ein. Das allererste Mal ohne Schnuller. Am Abend das gleiche nochmal. Die erste Nacht war auch anstrengend. Immer wieder eine wache und weinende Kea. Aber seitdem ist Ruhe.


Das Einschlafen dauert jetzt erstmal etwas länger und ist auch nur mit meiner Anwesenheit möglich. Und momentan ist sie nachts mindestens zwei Stunden wach. Ärgerlich. Da fehlt dann doch der Schnuller, um in den Schlafmodus zu kommen. Doch tagsüber habe ich eine glückliche und aufgeweckte Kea, die nicht mehr nach dem Schnuller fragt und wieder mehr isst!!


Wir haben erstmal das Schlimmste hinter uns!! Und ich stelle wieder einmal fest: Es tut so gut, die richtigen Entscheidungen zu treffen. Und vor allem sie auch umzusetzen. Es befreit und schenkt Glücksgefühle. Auch wenn es zunächst viel Überwindung und Kraft kostet. Eine Aufgabe jedoch durchgezogen zu haben, ist einfach großartig und versetzt einen regelrecht in Hochstimmung. Ganz besonders im Hinblick darauf, dass wir diese leidliche Aufgabe ein für alle Mal abgehakt haben. Großartig.

Jetzt kann Keas zweiter Geburtstag kommen! In wenigen Tagen habe ich eine schnullerfreie zweijährige Tochter, die mich stolz und glücklich macht. Ich bin Gott so dankbar dafür, dass das Abwöhnen viel besser geklappt hat, als erwartet.

Naja, ein paar Nächte mit Durchschlafen bräuchte ich jetzt schon mal ganz dringend! Nach drei Wochen Kämpfen ist bei mir echt die Luft draußen!!! Aber es wird!!! Da bin ich mir sicher.

 

Ich wünsche euch allen einen schönen Start in die neue Woche!! 

Liebe Grüße, Elly
                  xxx