Mittwoch, 11. Januar 2017

PUR






                                                                       PUR

                                                         Ich will pures Lachen.
                                                         Ich will pure Freude.
                                                         Ich will puren Frieden.
                                                         Ich will echte Gefühle:
                                                         Wut, Verzweiflung, unkonventionelle Freude.
                                                         Ich will Ausgelassenheit:
                                                         Tanzen, Lachen, Weinen
                                                         ohne nach links oder rechts zu schauen.

                                                         Ich will die ungeschminkte Wahrheit.
                                                         Ich will den Zerbruch:
                                                         Zerbruch von Masken, Ketten,
                                                         Zerbruch von Mauern und Glasschlössern!

                                                         Ich will dich so sehen, wie du bist,
                                                         mit all deinen Fehlern, Schwächen
                                                         und mit all deiner ungeschminkten Schönheit,
                                                         mit deinen Talenten und Fähigkeiten.

                                                         Ich wähle das pure Leben.
                                                         Ich wähle das pure Lachen,
                                                         die pure Freude, die pure Wut,
                                                         die puren Tränen und den puren Schmerz!

                                             Mit dir an meiner Seite, HERR, kann ich PUR ich selbst sein!

                                                                                                   [Elly 11.1.17]


Und vielleicht ist genau DAS mein Vorsatz für dieses Jahr: PUR SEIN!!!!!


Liebe Grüße,

Elly


Montag, 31. Oktober 2016

Zehnjähriges Jubiläum und Mamas erste Mal!

Oh, ich hatte ein wundervolles Wochenende. Ein Wochenende mit Kea in Münster. Aber nein, nicht mit meiner kleinen Tochter Kea Anouk, sondern mit meiner Freundin Kea Helene! :) Jep, das erste Wochenende allein unterwegs - ohne Kind. Man, war ich aufgeregt. Ich weiß, völlig bescheuert, da Kea mittlerweile schon zweieinhalb ist und auch von ihrem Papa an diesem Wochenende betreut wurde. Trotzdem! Es war für uns beide das erste Mal und es war sehr aufregend.

Aber alles hat geklappt. Kea war ganz brav bei ihrem Papa und hat überhaupt nicht geweint. Und ich? Ich habe das Wochenende so ganz ohne großer Verantwortung in vollen Zügen genossen.
Außerdem hatten meine Freundin Kea und ich auch etwas zu feiern: unser Zehnjähriges!!!


Am 14.10.07 trat Kea in mein Leben. Ich hatte die allererste Veranstaltung an der Uni Osnabrück und da war sie: Kea. Mit ihren großen Bambi-Augen und dem wunderschönen Lächeln. Kann man bei einer Freundschaft von Liebe auf den ersten Blick sprechen? Wenn ja, dann war es bei uns genau so. In dieser ersten Veranstaltung planten wir unseren ersten gemeinsamen Semesterplan! Und das taten wir dann auch die nächsten weiteren Semester. Wir hatten - bis auf wenige Ausnahmen - immer die gleichen Veranstaltungen. Referate, Praktika und andere Arbeiten wurden, wenn nur irgendwie möglich, zusammen abgearbeitet. Es war toll. Und nach einem Jahr in Osnabrück wohnten wir sogar im gleichen Viertel und radelten von da an bei Wind und Wetter gemeinsam mit dem Drahtesel zur Uni. Schon am frühen Morgen wurde telefoniert, um die Garderobe dem Wetter entsprechend auszusuchen. Die Studienzeit war dank Kea einfach großartig!!

In diesen zehn Jahren haben wir gemeinsam so einige Höhen und Tiefen zusammen durchgestanden. Und es hat uns immer mehr zusammengeschweißt. Nicht umsonst habe ich meine Tochter nach meiner fabelhaften Freundin benannt.

Aber zurück zu dem Wochenende: Das Wochenende hatte alles, um es einmalig werden zu lassen:

... Sonnenschein, 

... Shoppingtour, 

... Feuerwerk (auf der Kirmes), 

... perfekt gerösteten Kaffee in der "roestbar" (nur zu empfehlen!),




... leckeres Essen auf dem Markt, 


... einen Theaterbesuch mit einem herrlich amüsanten Stück ("Selbst ist die Frau"),

... leckeren Cocktails und vielen tollen Gesprächen!!!



Dieses Wochenende war genau das, was ich schon lange gebraucht habe. Jep, nun bin ich für immer verdorben. Jetzt wo ich weiß, dass Vater und Tochter so gut auch ohne mich klar kommen ... !!!

Und morgen geht es noch einen großen Schritt vorwärts: Unsere Tochter hat morgen ihren ersten Kita-Tag! Natürlich mit Mama. Aber nun fängt der Ernst des Lebens an. Oder soll ich sagen, der Spaß des Lebens?!? Abwarten!!! Ich bin auf jeden Fall sehr aufgeregt. Berichte werden folgen. 

Liebste Grüße, Ladies, und einen tollen Start in die neue Woche,

Elly
xxx



Samstag, 15. Oktober 2016

Ich wär so gerne eine Powerfrau!


Ja, ich wäre wirklich gerne eine Powerfrau. Eine Frau, die das Leben mit links meistert. Die von morgens bis abends ihren Aufgaben nachgeht, ohne müde zu werden. Eine Frau, die neben den alltäglichen Pflichten Lust und Kraft für Sport, für Freunde, für Spielplatz und für kreative Projekte hat. Eine Frau, die schon gut gelaunt aufsteht, die niemals die Beherrschung verliert und immer genug Geduld für ihren Mann und ihre Tochter hat. Doch genau das bin ich nicht. Ich bin KEINE POWERFRAU!!! Es gibt Phasen, in denen es mir sehr gut geht und ich viel schaffe und erledige. Doch es gibt auch die anderen Phasen. Tage, an denen mein Kreislauf einfach mal durchschläft und ich so starke Kopfschmerzen habe, dass selbst das süße Geplapper unserer Tochter zu viel ist. Tage, die nur mit Einnahme von Ibus zu schaffen sind. An solchen Tagen bin ich gereizt, genervt, schnell frustriert und habe zu gar nichts Lust. An solchen Tagen muss ich für jede kleine Tätigkeit meinen inneren Schweinehund überwinden, der sich am liebsten ins warme, dunkle Körbchen kuscheln möchte. Doch das ist mit einem kleinen Kind voller Energie leider nicht möglich. Das schlimmste ist jedoch, dass es momentan ziemlich häufig solche Tage gibt. Zu häufig. Das macht mir manchmal Angst.

Das ist auch der Grund, warum ich dieses Jahr nicht beim Halbmarathon antreten werde, da mein Körper mich nicht so viel trainieren lässt, wie ich es gerne möchte. Ich habe versucht, auch an schlechten Tagen weiter zu trainieren, doch das hat sich bitterböse gerächt. Mein Körper mag das Joggen, aber nur in einem gewissen Maß. Mehr ist gerade nicht drin. Das nervt und frustriert mich tierisch! Ich habe schon darüber nachgedacht, trotzdem den Halbmarathon zu starten und einfach mal zu schauen, wie weit ich denn überhaupt käme. Doch ich kenne mich: Wenn ich erstmal auf der Strecke bin, zusammen mit vielen weiteren motivierten Läufern, würde mein Ehrgeiz mich so anspornen, dass ich die gesamte Strecke laufen würde. Egal, wie es mir dabei ginge und was es mich kosten würde. Das Problem hätte ich dann aber hinterher: Viele Läufer berichteten mir, dass sie nach so einem Run mehrere Tage platt im Bett verbrachten. Diesen Luxus darf und kann ich mir als Mutter aber gerade nicht leisten. Dazu müsste Kea älter sein. Mein Mann muss am nächsten Tag wieder zur Arbeit - so der Dienstplan.
Also, dieses Jahr noch kein Halbmarathon - oder doch???

Nein! Allerdings bereue ich es nicht, mich angemeldet zu haben, denn dadurch war ich sehr motiviert, immer wieder in meine Laufschuhe zu schlüpfen und im Park meine Runde zu drehen. Ich bin wieder fit und muss mich momentan nicht zum Joggen zwingen, sondern suche geradezu nach Möglichkeiten, laufen zu gehen.
Joggen ist mein Sport - schon immer gewesen. Es hält mich fit und wirkt bei mir geradezu meditativ: Ich laufe meinen Kopf frei, lasse alten Ballast auf der Straße, Probleme verwandeln sich in Lösungen, da ich beim Laufen auf ganz andere Ideen komme. Und hinterher fühle ich mich einfach immer bombastisch. Und ganz nebenbei: Ein wenig mehr Naschen ist für mich als Naschkatze somit auch drin - einfach perfekt!
Trotzdem hat das Laufen nicht den gewünschten Effekt in Bezug auf meine Kopfschmerzen und meinen Kreislauf.

Ich bin eine Frau, die immer wieder Auszeiten braucht. Ich kann für ein paar Tage ein straffes Programm durchziehen, doch sobald der Stress und Druck nachlässt, rächt sich mein Körper.


Auszeiten, vor allem Zeiten ganz allein für mich, brauche ich wie meine tägliche Portion Kaffee! 
Es fällt mir nur immer wieder schwer, dies zu akzeptieren und einzuplanen. 

In diesem Sinne euch allen ein wunderschönes, entspanntes Wochenende,

Elly
xxx


Samstag, 17. September 2016

Kunst am Wochenende



Darf ich vorstellen? Meine erste Kunstschachtel. 

Geklaut habe ich diese Idee von Mano von manoswelt.blogspot.de. Ihre Kunstschachteln haben mich so fasziniert und begeistert, dass ich es selbst unbedingt probieren wollte. Gestern Abend war es dann soweit. Eigentlich wollte ich mal pünktlich im Bett liegen, doch nachdem es nach einer halben Stunde einfach nicht klappen wollte, schlüpfte ich aus dem Bett und begab mich an meinen Schreibtisch. Und dann kam eins zum anderen und irgendwann hatte ich meine erste Kunstschachtel fertig. 

Naja, streng genommen ist es keine Schachtel, sondern ein kleines Holztablett aus der Spielküche meiner Tochter. Es wurde kurzerhand zweckentfremdet. Die Bilder hab ich aus einer alten "Flow-Zeitschrift", das Flechtmoos stammt irgendwo aus Frankreich von meiner Schwester, die Muschel irgendwo aus dem Urlaub und den Vintageschmuck habe ich letztens von meinem Papa geschenkt bekommen. Er hatte auf dem Weg zur Arbeit eine Tüte mit ausrangiertem Schmuck gefunden. Herrlich, oder? Ich liebe Fundstücke, ganz besonders, wenn es sich um solche wahren Schätze handelt. 

Das Zusammenstellen und Dekorieren hat richtig Spaß gemacht. Das ist genau meine Art von Kunst. Danke Mano, für deine tollen Inspirationen. Ich bin mir sicher, es ist nicht meine letzte Kunstschachtel. Es kribbelt schon wieder in den Fingern. :)

Was sagt ihr dazu? Gut möglich, dass es nicht jeden anspricht. Oder was hätte ich besser machen können? Ich brauche Kritik!!! (Ja, ich weiß, die Lichtverhältnisse waren heute nicht besonders!! Sorry!)

Ein wunderschönes, inspirierendes Wochenende euch Ladies,

Elly
xxx


Freitag, 9. September 2016

Ach, verweile doch!!!



Sie kommen still und leise; in Augenblicken, in denen ich nicht mit ihnen rechne. Sie nehmen den Raum ein und hüllen mich in Geborgenheit - perfekte Momente. Auf einmal sind sie da und ich darf sie genießen. Sie brauchen oft keiner Vorbereitung, sie kommen ohne Trommelwirbel, sie machen auch nicht viel Aufhebens um sich. Sie sind einfach präsent und ich darf sie genießen. Ich weiß, wovon ich rede, denn genau das ist uns vor zwei Tagen abends passiert.

Kea und ich hatten den Tag über bei meinen Eltern verbracht und wurden nachmittags schließlich von meinem Mann abgeholt. Doch ich wollte noch nicht nach Hause - das Wetter war einfach zu schön. Außerdem wusste ich, was mich zu Hause erwartet: eine Küche mit dreckigem Geschirr, ein chaotisches Kinderzimmer und viele Dinge, die während einer Umräumaktion einfach noch nicht den richtigen Platz gefunden hatten. Ich wollte das alles noch ein wenig vor mir herschieben und viel lieber die warmen, unaufdringlichen Sonnenstrahlen genießen. 
Wir fuhren also geradeaus durch in den Britzer Garten - einfach noch ein wenig Zeit draußen verbringen. Doch wir bekamen weit mehr als nur ein wenig Zeit miteinander. Wunderschönste, einzigartige Dahlien blühen nun im Britzer Garten und verzaubern jeden, der an ihnen vorbeigeht.




Perfekte Liegestühle unter großen, majästetischen Bäumen erwarteten uns und luden uns ein, das ganze "Dahlienfeuer" zu bewundern und aufzunehmen.




Elly bekam ihren Kaffee, Kea ihr Eis und so genossen wir die herrlichen Spätsommerstrahlen und das einzigartige Farbspiel der Blütenpracht. Es war warm, aber nicht zu heiß, Kea war bei uns und war völlig relaxt, sodass auch wir Zeit hatten, diesen wunderschönen Moment zu genießen.
Der Kaffee war frisch gebrüht und lecker, das Eis war so gekühlt, dass es in den Kinderhänden nicht gleich zerfloss, der Baum über uns spendete Schatten, ließ aber immer wieder die warmen Sonnenstrahlen durch.


Meine Flow hatte ich passenderweise mit dabei. Ein perfekter Moment, um neue Inspiration zu sammeln.
Und während wir so da lagen, wurde uns bewusst: Wir erleben hier gerade einen perfekten Moment. Einen vollkommener Moment, der so perfekt, so einzigartig ist, dass man kaum wagt zu atmen. In diesem einen Moment stimmen alle Bedingungen so perfekt zueinander, dass diese Moments-Konstruktion nahezu zerbrechlich scheint. Und doch gibt es sie - diese vollkommenen Momente. Seele baumeln lassen, Sorgen hinter sich lassen und all die Schönheit Gottes ins Herz strömen lassen. Das lässt mich auftanken, das lässt mich zur Ruhe kommen, das gibt mir Kraft. Und es schweißt zusammen. Ich bin Gott so dankbar für diese Oasen im Alltag. Für seine wunderschöne, einzigartige Schöpfung und für seine Kreation solcher vollkommenen Momente, die er uns schenkt und uns somit zeigt: "Dies alles schaffe ich für euch. Genießt es!"





Es ist ein Privileg dieses Paradies bei uns um die Ecke zu haben und es jederzeit genießen zu können. 



Ein wunderschönes Wochenende euch allen,

Elly
xxx










Dienstag, 6. September 2016

Herrlich stinknormaler Alltag!

Gestern hatten wir einen stinknormalen Alltag - und ich fand es GROSSARTIG! Mein früheres Ich hätte dies ja nicht für möglich gehalten! Alltag, Alltagstrott - Langeweile???


Ja, gestern tat mir der Alltagstrott so richtig gut. Der August hatte es in sich: mehrere Geburtstagspartys, große Abschiede, die Geburt meiner kleinen süßen Nichte, MEIN 30. Geburtstag, der viel Aufwand und Vorbereitungen mit sich brachte (Trotzdem würde ich es wieder tun!) und viele, viele Besuche!! Ja, der August war voll mit Lachen, Tränen, Freude, Kuchen, Grillen, Freunden und allem, was dazu gehört. Wir haben es wirklich genossen.
Ach ja, und dann war am Sonntag auch noch die Segnung unserer Tochter. Ein großartiger, wuseliger Familiengottesdienst mit vielen Gästen, da insgesamt fünf Kinder gesegnet wurden. Ganz besonders haben wir uns über den Besuch von der lieben Rebekka und ihrer Family gefreut, die den weiten Weg bis zum Prenzler Berg auf sich genommen haben und auf dem Nachhauseweg auch noch klatschnass wurden. Und sogar meine Schwester Geli, die Segenspatin von Kea, konnte mit ihrer kleinen drei Wochen alten Samira dabei sein. So schön! Zu diesem besonderen Anlass wollte ich für Kea eine entsprechende Frisur. Und tadaaaa ... ich bin mächtig stolz auf mich.

Keas erste Flechtfrisur

Doch vielmehr stolz bin ich auf meine wundervolle, brave Tochter, die den ganzen Gottesdienst über mega lieb war, auch wenn alle anderen Kinder völlig aufgekratzt waren. Aber Kea ließ sich davon nicht beeindrucken. Sie war einfach bezaubernd!!!

Aber jetzt ist erstmal Pause. Zu viel des Guten ist dann eben auch ein ZU VIEL!

Und so haben Kea und ich unseren stinknormalen Montag richtig genossen. Wir haben morgens im Bett ausgiebig gekuschelt, in aller Ruhe gefrühstückt und verbrachten den Morgen erstmal in unseren Schlafis. Irgendwann begab ich mich Richtung Küche und Kea zu ihren Spielsachen. Ich buk einen leckeren Früchtekuchen (das Rezept gibt es hier) und bereitete nebenbei leckerstes selbstgemachtes Gulasch vor - sehr zur Freude meines Mannes. Der steht da total drauf. Ich könnte gerne darauf verzichten, aber solch größere Gerichte sind in der letzten Zeit schon noch ein wenig zu kurz gekommen. Nicht zuletzt auch wegen der heißen Temperaturen.





Kea half mir immer wieder mal in der Küche oder verzog sich in ihr Zimmer, spielte mit ihren Puppen und Stofftieren oder verkrümelte sich hinter ihren Büchern.



Sie liebt es, Bücher zu betrachten. Und immer wieder ertappe ich sie dabei, wie sie versucht, die Geschichten, die wir ihr tagtäglich vorlesen, nachzuerzählen. Großartig!! Und so süß!

Nachmittags verschwanden Papa und Kind auf den Spielplatz und ich hatte ein wenig Zeit, um in die neue Flow-Ausgabe zu schnuppern. Diese lag am Samstag schon auf meiner Fußmatte (Ich fasse es immer noch nicht, dass unser Briefträger die 3 Stockwerke hochträgt!!! Und das in Berlin!!), doch hatte ich noch keine Gelegenheit, mich ihr zu widmen.


Abends gab es noch ein heißes Bad, was nach einiger Zeit dann von meiner Tochter eingenommen wurde. Es war der perfekte Abschluss eines perfekten Montags Schrägstrich Alltags.

Und ich muss sagen: Zum Glück hatte ich gestern so einen tollen Start in die Woche, denn heute ging es mir wirklich beschissen. Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Kreislaufprobleme und ein zickiges Kind. Ja, da hat der Alltag mir mal wieder sein hässliches Gesicht gezeigt. Zum Glück hat das kurze Nickerchen am Spätnachmittag ein wenig Besserung gebracht. Kea ist auch mal rechtzeitig eingeschlafen und ich habe es mir auf dem Balkon gemütlich gemacht. Das hat mich dann doch noch ein wenig mit dem heutigen Tag versöhnt.




Und wie war euer Start in die neue Woche/in den neuen Monat?

Liebste Grüße,

Elly
xxx

Donnerstag, 1. September 2016

Collage

Heute hatte ich mal wieder die große Chance, mich ganz gemütlich an den Schreibtisch setzen zu dürfen, um kreativ zu sein. Das kam in der letzten Zeit viel zu kurz. Aber heute hat Kea endlich wieder in ihrem Bettchen ihren Mittagsschlaf gehalten und es gab keinen Kuchen, eine Tarte oder dergleichen für eine Geburtstags- oder eine Abschiedsparty vorzubereiten. (Davon hatte ich allein letzte Woche jeweils zwei!) Endlich gab es die Gelegenheit, meine Ideen umzusetzen.

Neulich bin ich bei Instagram über die tollen Collagen von der Bloggerin "mano" von "mano's welt - kunst und mehr" gestolpert. Ihre Bilder, ihre Collagen und Kunstschachteln haben mich sofort angesprochen. Für mich sind sie pure Inspiration. Ich bin ja keine Malerin, Zeichnerin oder Näherin. Aber ich kann Collagen. Damit könnte ich mich den ganzen Tag lang beschäftigen. Meine Mama sagt immer, dass ich schon als kleines Kind am glücklichsten war, wenn ich mit meiner Schere in Zeitschriften Bilder ausschneiden durfte. Daran hat sich bis heute nichts geändert. Bilder, die mich ansprechen und faszinieren, werden rausgerissen oder ausgeschnitten und aufgehoben. Irgendwann kommt ein Zeitpunkt, an dem ich auf sie zurückgreife. Sei es, um ein Album, einen Brief oder eben eine Collage zu gestalten. Doch leider gönne ich es mir viel zu selten, eine Collage anzufertigen. Eine Collage - was ist das schon?!? Lediglich ein Ausschneiden und Zusammenkleben. Einerseits - ja! Aber andersrum steckt sehr viel mehr dahinter. Jedes Detail hat eine Bedeutung und wurde nicht zufällig aufgeklebt. Jeder kleine Schnipsel, jedes Wort muss erstmal gefunden oder kreiert werden und spielt eine wichtige Rolle, um ein großes Ganzes zu ergeben. Mag sein, dass dabei nicht ganz so viel Begabung wie beim Malen oder Zeichnen vonnöten ist, aber es ist Kunst - und es ist meine Art der Kunst und des Mitteilens. Durch den Blog von mano ist mir dies neu bewusst geworden. Und dem werde ich in Zukunft mehr nachgehen.


Die Collage, die ich heute angefertigt habe, spiegelt meine Wünsche und Ziele für das nächste Lebensjahr. "Losgelöst" ist dabei ein ganz wichtiger Aspekt. Ich merke immer mehr und immer wieder, dass ich in vielen Bereichen meines Lebens noch viel zu gehemmt von alten Vorstellungen, Traditionen und Gewohnheiten bin. Auch im Bereich Kreativität. Ich möchte so gerne etwas schaffen, weiß aber immer nicht genau wie. Viel zu oft vergleiche ich mein Können mit dem anderer und bin dann jedes Mal frustriert und schaffe bzw. kreiere somit gar nichts. Das ärgert mich. Ich bin eben nicht in einem gewissen Bereich begabt wie beispielsweise im Zeichnen oder Malen. Aber ich liebe es, Dinge in Szene zu setzen, alten Dingen neues Leben einzuhauchen, viele kleine Dinge zu etwas Großem zusammenzustellen oder Gedanken in Bilder umzusetzen. Und damit sollte ich mich zufrieden geben. Klingt einfach, ist es aber gar nicht immer.
Ebenfalls nicht einfach ist das großes Chaos nach so einer Aktion. ;) Mich stört es gar nicht so sehr, aber dafür meinen Mann.


Solche kreativen Schaffensmomente tun mir so gut. Es gibt mir unglaublich viel, einfach kreativ sein zu können. Danach hatte ich viel mehr Geduld Kea gegenüber, der Haushalt erledigte sich fast (!) wie von selbst und selbst heute Abend setze ich mich noch gerne an den Schreibtisch, um meine Gedanken mit euch zu teilen. Ich weiß nicht genau, warum dies so ist; ich weiß nur, dass ich solche kreativen Zeiten wie die Luft zum Atmen brauche. Dann bin ich glücklich und ausgeglichen. Das war schon immer so. Und wahrscheinlich wird sich daran auch in den nächsten 30 Jahren nichts ändern! ;)



Diese Bilder muss ich noch mit euch teilen, weil ich jeden Tag völlig geflashed davon bin, wie hübsch und einzigartig meine Tochter ist. Sorry! Mama-Stolz!


Euch noch eine kreative und inspirierende Woche,

Elly
xxx